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Sparen bei Kunstmessen Messe Schweiz steigt bei regionalen Kunstmessen aus

Zum zweiten Mal in Folge erwartet das Unternehmen einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe und muss nun sparen.

Kunstwerk eines Merkelkopfes, davor ein Mann und eine Frau, die die Art Düsseldorf besuchen.
Legende: Kein Interesse mehr: Die Messe Schweiz will ihre Beteiligung an der Art Düsseldorf verkaufen. Keystone

Um die Kosten zu senken, will die Messe Schweiz (MCH) ihre Beteiligungen an den regionalen Kunstmessen Düsseldorf und India Art Fair verkaufen. Auch auf die angekündigte Beteiligung an der neuen Art SG Singapur verzichtet die Messe. Ebenso wird - zumindest im 2019 - nichts aus der geplanten Expansion der Grand Basel nach Miami Beach.

«Wir wollen unsere eigenen Messen wieder stärken. Das ist nötig, damit die Messe CH wieder stabiler wird», begründet Interimschef Hans-Kristian Hoejsgaard diesen Schritt. In den nächsten Monaten soll ausserdem die Unternehmensstrategie überprüft werden, so Hoejsgaard weiter.

Wir wollen unsere eigenen Messen wieder stärken. Das ist nötig, damit die Messe CH wieder stabiler wird.
Autor: Hans-Kristian HoejsgaardInterimschef

Innerhalb der MCH gab es dieses Jahr deutliche Veränderungen. Anfang August war der langjährige MCH-Chef René Kamm nach dem Verlust von Swatch als Aussteller an der Uhren- und Schmuckmesse «Baselworld» zurückgetreten. In der Folge wurde eine interne Taskforce unter der Leitung von Finanzchef Beat Zwahlen gegründet. Sie soll Synergien ausfindig machen, die durch eine engere Zusammenarbeit der einzelnen Messen entstehen können. Weiter müsse das Potential der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie hochwertiger Produkte und Dienstleistungen besser genutzt werden, so Hans-Kristian Hoejsgaard weiter.

Aussteller reden bei Baselworld mit

Prioritär soll bereits für die Baselworld 2019 in Neuerungen des Konzepts investiert werden. Für 2020 wird das Konzept dann grundlegend überarbeitet. So soll zum Beispiel durch den Abgang von Swatch frei geworder Platz für ein grösseres Cateringangebot genutzt werden. Die Schmuckhersteller zudem erhalten eine Showbühne, und bei den Hotels will die Baselworld tiefere Übernachtungspreise erreichen.

Die Neukonzeption der Baselworld laufe intensiv in Zusammenarbeit mit den Aussteller-Gremien, hiess es am Freitag. Eine Kritik von Swatch-Chef Nick Hayek war unter anderem gewesen, dass die Messebetreiberin die Aussteller beim neuen Konzept zu wenig einbezogen habe.

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