Trotz Abstimmung: Basler Regierung will am Stadtrand bauen

Das Basler Stimmvolk hat die neuen Wohnungen am Stadtrand Ost und Süd abgelehnt. Dennoch will die Basler Regierung das Gebiet Ost bebauen.

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Bildlegende: Am Stadtrand Ost soll gebaut werden. google maps

Das Basler Stimmvolk lehnte die beiden Vorlagen zur Stadtrandentwicklung ab. Das Parlament hatte die beiden Projekte genehmigt, dagegen wurde jedoch das Referendum ergriffen. Im Süden auf dem Bruderholz sollte das Einfamilienhausgebiet erweitert werden, im Osten sollten in Rheinnähe ein Dutzend Hochhäuser für rund 2000 Personen entstehen.

Regierung will dennoch bauen

Er respektiere den Volksentscheid, so Regierungspräsident Guy Morin. Aber: «Wir müssen die Planung neu auflegen, vielleicht etappieren oder redimensionieren. Vielleicht werden es keine Hochhäuser. Aber wir können das Gebiet nicht einfach brach liegen lassen.» Das Volk habe nicht Nein zu jeglicher Entwicklung auf dem Gebiet Ost gesagt, ist Morin überzeugt.

Wohnungsnot

Die Basler Regierung ist unter Druck. In Basel gibt es kaum freie Wohnungen. Die Leerstandquote liegt bei tiefen 0,2 Prozent. Somit hat Basel dieselbe Leerstandquote wie Zürich. Insbesondere da Roche in Basel ausbaue, brauche es neue Wohnungen. «Wir müssen Wohnungen bereit stellen für die zusätzlichen Roche-Mitarbeitenden, die nach Basel kommen. Diese Leute wollen nicht eine halbe Stunde pendeln.»