Ungewisse Zukunft von Top Volley in Basel

Da die Organisatoren von Top Volley International das nötige Geld nicht auftreiben konnten, findet das Turnier dieses Jahr sicher nicht in Basel statt. Ob es an einem anderen Ort durchgeführt wird, ist noch offen. Es wäre auch möglich, dass es zum zweiten Mal in Serie ins Wasser fällt.

Volleyball-Spielerinnen hinter dem Netz Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Spielerinnen von Volero Zürich am Top Volley International 2014. Keystone

Seit dem Gründungsjahr 1991 entwickelte sich Top Volley International zwischen Weihnachten und Neujahr in der St. Jakobshalle Basel immer mehr zu einem Publikumsmagneten. 17'000 Eintritte konnte die letzte Ausgabe verzeichnen. Die Spiele wurden in unzählige Länder übertragen. Nun droht das Aus.

Bereits letztes Jahr konnten keine Spiele in der St. Jakobshalle stattfinden. Grund dafür waren die Terminüberschreitungen mit der Olympia-Qualifikation. Dieses Jahr sei es das fehlende Geld, das den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung mache, sagt Peter Bratschi, CEO der Eventcourt AG: «Wir konnten die nötigen 500'000 Franken nicht aufbringen, obwohl wir einen sechsstelligen Betrag übernehmen wollten.»

Zur Vorgeschichte

Im Jahre 2013 änderte sich für das Top Volley International einiges. Nach 22 Jahren stand es zum letzten Mal unter der Leitung von Christoph Socin, der es auch gründete. Er kam damals noch mit lediglich 170'000 Franken Sponsoringgelder aus. Es sei ein Vorteil, wenn man in Basel verwurzelt sei, auch von lokalen Sponsoren bedient zu werden.

«  Sponsoren möchten gepflegt werden. Es ist wichtig, auch unter dem Jahr bei ihnen vorbei zu gehen. »

Christoph Socin
Gründer Top Volley International

Wie es mit dem Anlass weiter geht, ist noch offen. Peter Bratschi von der Eventcourt AG schwebt ein Wechsel ins Ausland vor: «Wir haben Kontakt mit anderen Städten, die das Turnier gerne durchführen möchten.» Der Zeitpunkt zwischen Weihnachten und Neujahr sei ideal. Zuschauende hätten Zeit und auch Spitzenteams würden durchaus gerne zwischen den Festtagen spielen.

(Regionaljournal Basel, 06:32)