Unmut bei Marktfahrern in Liestal

Vier Mal pro Jahr findet der Warenmarkt in Liestal statt - für die Marktfahrer in der Region ein wichtiger Termin. Nach dem letzten Markt macht sich bei den Marktfahrern jedoch Unmut breit und sie machen sich Sorgen um die Zukunft. Der Warenmarkt ist nun auch Thema im Einwohnerrat.

Frau sucht Gemüse an Stand Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Marktszene: In Liestal machen sich die Standbetreiber Sorgen Colourbox

Dieter Binggeli ist Präsident des Schweizerischen Marktverband Region Nordwestschweiz und selber Marktfahrer. Binggeli hat nach dem letzten Warenmarkt-Tag Mitte Oktober viele Klagen erhalten von Standbetreibern. So sei der Warenmarkt deutlich kleiner geworden. Grund dafür ist der Umbau des Einkaufszentrums «Manor». Kritik habe es jedoch auch an der Platzierung der Stände allgemein gegeben.

An einer Sitzung mit der Marktkommission, einem Gremium mit Stadtbehörden und Standbetreibern, habe Binggeli diese Kritik eingebracht. An dieser Sitzung habe es ihm aber den Hut «gelüpft», wie Biggeli gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF sagt. «Ich bin mit Vielem nicht zufrieden und habe das Gefühl, in Liestal ist man nicht mehr marktfreundlich», so Binggeli.

«Es fehlt ein Konzept»

Kritik von Standbetreibern hat auch Einwohnerrätin Vreni Wunderlin-Friedli (GLP) vernommen. Sie hat deshalb im Liestaler Parlament einen Vorstoss gemacht und will vom Stadtrat wissen, welchen Stellenwert der Warenmarkt noch hat und wie dessen Zukunft aussieht. «Auch ich habe den Eindruck, dass der Markt an Attraktivität verliert», sagt Wunderlin und macht sich auch Sorgen um die Zukunft: «Es fehlt ein Konzept.»

Nächste Woche ist der Wochenmarkt Thema im Liestaler Einwohnerrat. Der Stadtrat will an der nächsten Sitzung den Vorstoss von Vreni Wunderlin-Friedli mündlich beantworten. Marktfahrer Dieter Binggeli macht sich jedoch keine grossen Hoffnungen. Er will über den Gewerbeverband intervenieren und sich stark machen für den Markt: «Von der Verwaltung aus spüre ich derzeit kein Entgegenkommen, das wir uns wünschen», gibt sich Binggeli enttäuscht.