Unterwegs mit einem archäologischen Späher im Baselbiet

Seit dem Jahre 2009 gibt es im Kanton Baselland sogenannte archäologische Späher. Sie helfen den offiziellen Archäologen Gebiete zu untersuchen, die vom Kanton nicht bearbeitet werden können. Die Arbeit ist klar geregelt und muss wissenschaftlichen Kriterien genügen.

Ein Mann mit Bart steht im Wald. Mit einem Gerät sucht er stehend den Boden ab. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bruno Jagher sucht mit einem Detektor ein Stück Boden ab. SRF

Bruno Jagher ist schon lange von der Archäologie begeistert. Immer wieder suchte er auf eigene Faust Gebiete nach kleinen Schätzen ab. Eines Tages machte er eine sensationelle Entdeckung. Er fand die Überreste einer Burg, die bis dato unbekannt war. Die Freude über den Fund währte allerdings nicht besonders lange.

Nun wurde Bruno Jagher einer der rund dreissig offiziellen Späher, die für den Kanton arbeiten. Wochenende für Wochenende ziehen er und seine Kollegen mit einem Metalldetektor durch Wald und Feld. Finden sie etwas, so schreiben sie akribisch die Koordinaten des Fundortes auf und übergeben dann sowohl die Daten wie auch den Gegenstand der Archäologie des Landkantons.

Zusammenarbeit mit Privaten ist für Kanton gut

Der Baselbieter Kantonsarchäologe Reto Marti ist erfreut über die Zusammenarbeit mit den privaten Spähern. Diese hätten in den vergangenen fünf Jahren, seit sie offiziell mit dem Kanton zusammen arbeiten, den Behörden über 100 Funde und Fundorte bekannt gegeben. Sie hätten Sachen gefunden, die dem Kanton wahrscheinlich verborgen geblieben wären. Die kantonalen Stellen seien nämlich vor allem mit Notgrabungen beschäftigt, sagt Marti.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)