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Uraufführung am Theater Basel «Die Verschwörerin» überzeugt nur bedingt

Realität und Fiktion vermischen sich witzig. Doch dann lässt der Regisseur die Zuschauenden alleine.

Zum Inhalt der Aufführung: Sylvia ist historische Toxikologin und forscht zur Geschichte von Giftgas. Von mysteriösen Informanten werden ihr Dokumente zugespielt, die aufzeigen, woher die chemischen Waffen stammen, die im Nahen Osten eingesetzt werden. Die Welt des Kriegs, die sie und ihr Mann Karl bisher vor allem auf dem Fernsehbildschirm von Weitem beobachtet haben, droht in ihr Familienleben mit Kleinkind einzudringen. Aber sind die zugespielten Fakten wahr? Und können Verantwortliche dingfest gemacht werden?

Im Rahmen des Förderprogramms für Nachwuchsautor_innen «Stück Labor» hat der Basler Autor und studierte Islamwissenschaftler Joël László sein neues Stück über die Tücken der Wirklichkeitskonstruktion zwischen TV, Wickeltisch und Hightech-Kriegsführung geschrieben. Der ungarische Regisseur András Dömötör, Spezialist für Gegenwartsdramatik und politisch virulente Themen, inszeniert zum ersten Mal in der Schweiz.

SRF Kulturredaktor Andreas Kläui zur Aufführung: Die Hauptdarstellerin Sylvia weiss im Laufe des Abends nicht mehr, was ist Fake News und was ist Realität. Dieses Verschwimmen von Realität und Fiktion wird eigentlich recht gut dargestellt. Doch dann lässt der Regisseur die Zuschauerinnen und Zuschauer recht alleine. Er entwickelt nichts weiter. Im Rahmen eines Kunstwerkes wäre das aber durchaus angebracht gewesen.

(SRF1, Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

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