Vasella stand auch für den Standort Basel

Mit Daniel Vasella tritt der Mann zurück, der Novartis zu einem der weltweit grössten Pharmakonzernen gemacht hat. Der Name Vasella steht mit dem Masterplan für den Campus auch für das Bekenntnis zum Standort Basel. Sein Nachfolger wird Jörg Reinhardt, der von Bayer zu Novartis zurück kommt.

Novartis Hochhaus Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Novartis-Firmenzentrale im Werk Klybeck Keystone

Daniel Vasella kam vor einem Vierteljahrhundert vom Inselspital Bern zu Sandoz. Mit der Fusion von Ciba-Geigy und Sandoz 1996 machte er den Sprung an die Spitze des Fusions-Produkts Novartis. Während gut 10 Jahren bekleidete er bei Novartis die Doppelfunktion des Verwaltungsratspräsidenten und CEO.

Das Bekenntnis von Novartis zum Standort ist - wegen dem ökonomischen und auch fiskalischen Gewicht von Novartis - für Basel existenziell. Mit dem Masterplan für den Campus am Firmensitz bestätigte Vasella dieses Bekenntnis. Eine absolute Garantie für die Zukunft sind allerdings auch die Millionen nicht, die Novartis dort in hochwertige Architektur investiert.

Für den Leiter von Novartis Schweiz, Pascal Brenneisen, geht mit Vasella «ein visionärer Denker». Brenneisen glaubt jedoch nicht, dass mit Vasella auch ein Stück «Verankerung» geht. Brenneisen ist seit Anfang 2012 Leiter Novartis Schweiz. Als er seine Funktion antrat, lagen auf seinem Tisch eine angekündigte Schliessung des Werks Nyon und die Verschiebung einer Forschungsabteilung von Basel ins Ausland. Brenneisen darf für sich beanspruchen, dass statt über 1100 Stellen letztlich nur etwa 100 verloren gingen.