«Vermarktung des Stadions ist für den FC Basel attraktiv»

Der Sport-Ökonom Andreas Csonka glaubt, dass der FCB mit der Vermarktung des St-Jakob-Parks etwa 12 bis 15 Millionen Franken Umsatz pro Jahr erwirtschaften kann.

Der FC Basel ist ein attraktiver Werbepartner, solange er erfolgreich genug spielt, um das Stadion zu füllen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der FC Basel ist ein attraktiver Werbepartner, solange er erfolgreich genug spielt, um das Stadion zu füllen. Keystone

Das Rückspiel des Europa-League-Viertelfinals FC Basel gegen Tottenham findet vor vollen Rängen im St.-Jakob-Park statt. Das Spiel ist also nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch wirtschaftlich interessant.

Wenn es ums Geld geht, ist der FC Basel seit letzter Woche einen Schritt weiter. Neu hat der Club auch die Vermarkungsrechte im Stadion, er kann die Werbebanden verkaufen und alle VIP-Logen vermieten. Zudem hat der FCB vor einiger Zeit auch die Mehrheit jener Firma übernommen, die für das Catering im Stadion zuständig ist.

Mit den Chancen und Risiken solcher Geschäftsmodelle setzt sich der Sport-Ökonom Andreas Csonka der Firma Deloitte auseinander. Im Interview mit dem Regionaljournal sagt er: «Die Vermarktung des Stadions ist ein klassisches Standbein der grossen europäischen Clubs. Sie erzielen damit 15 bis 20 Prozent ihres Umsatzes. Das müsste auch in Basel möglich sein.» Für den FCB seien 12 bis 15 Millionen Franken pro Jahr möglich.

Der FCB habe eine solide Basis, so dass die Vermarktung des Stadions eine Erfolgsgeschichte werden könne. «Basel ist in einer sehr guten Ausgangslage, mit dem Stadion etwas Gutes auf die Beine zu stellen.» Voraussetzung dafür sei, dass der sportliche Erfolg anhalte.