Weniger Autoverkehr in Basel in den letzten fünf Jahren

In den letzten fünf Jahren sank der Autoverkehr in Basels Strassen um fast drei Prozent. Dementsprechend zufrieden ist Regierungsrat Hans-Peter Wessels (SP). Das eigentliche Ziel, eine Reduktion um zehn Prozent bis 2020, stuft der Verkehrsdirektor aber als illusorisch ein.

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Bildlegende: Weniger Autos, dafür mehr Velos auf Basels Strassen. Keystone

Im Herbst 2010 nahmen die Baslerinnen und Basler den Gegenvorschlag der sogenannten Städteinitiative klar an. Dieser forderte, dass der motorisierte Individualverkehr in Basel-Stadt bis 2020 um 10 Prozent abnimmt. Noch bleiben also vier Jahre, um dieses Ziel zu erreichen.

Verkehr sank trotz mehr Pendlern

Tatsächlich konnte der Autoverkehr in Basel-Stadt gesenkt werden. Zwischen 2014 und 2015 um knapp ein Prozent, in den letzten fünf Jahren um knapp drei Prozent. Umgekehrt seien der öffentliche Verkehr sowie die Zirkulation von Velos im gleichen Zeitraum angestiegen: beim OeV sind es knapp zehn und beim Velo sogar knapp 20 Prozent. Das zeigten die Verkehrszählungen des Bau- und Verkehrsdepartements.

Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels ist mit diesen Zahlen zufrieden: «Wenn man bedenkt, dass in den letzten zehn Jahren 20'000 neue Arbeitsplätze entstanden sind, und auch die Einwohnerzahl um 9'000 zugenommen hat, ist das eine sehr gute Leistung», so Wessels.

Drastische Massnahmen wären kaum mehrheitsfähig

Wessels äusserte sich ausserdem kritisch gegenüber der gesetzlichen Vorgabe, den Autoverkehr um zehn Prozent zu senken. «Das halte ich für völlig illusorisch», sagte Wessels. Um ein solches Ziel durchzusetzen, kämen nur drastische Massnahmen in Frage, wie zum Beispiel Rückbau von Strassenspuren oder das Wegfallen von Parkplätzen. «Solche Massnahmen sind kaum mehrheitsfähig», sagte Wessels.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)