Weniger lang warten im Notfall des Basler Unispitals

In der Notfallstation des Universitätsspitals Basel haben sich die Wartezeiten für Notfallpatientinnen und -patienten massiv verkürzt. Grund dafür: Das Unispital hat Mitte Jahr ein neues Konzept eingeführt – ein Novum in der Schweiz.

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Bildlegende: Notfallpatienten müssen im Basler Unispital nicht mehr so lange warten. Keystone

Sie sind verpönt und mühsam: Lange Wartezeiten auf einer Notfallstation. Das Basler Universitätsspital wollte dieser Tatsache Abhilfe schaffen und hat im vergangenen Juli ein neues Modell eingeführt.

Wartezeiten wurden halbiert

Das neue Triage-Konzept hat primär zum Ziel, die Wartezeiten der Patientinnen und Patienten zu verkürzen. Und das Ziel wurde erreicht. Bereits sieben Wochen nach Einführung des Notfallkonzeptes wurde die Wartezeit im Schnitt von 38 Minuten auf 20 Minuten verkürzt.

Wie? Grundsätzlich wurden die landesüblichen Abläufe in einer Notfallstation auf den Kopf gestellt. Die erste Diagnose fällt im Universitätsspital seither rasch nach dem Eintritt in die Notfallstation. Die administrative Anmeldung hingegen wurde nach hinten verlegt.

Das habe zum Vorteil, dass der Patient schneller und direkter zu einer kompetenten Fachperson kommen würde. «Die Ärzte empfangen den Patienten praktisch am Empfang», sagt Roland Bingisser, Chefarzt der Notfallstation am Unispital.

Das amerikanische Vorbild

Die entscheidenden Dinge am Anfang tun: Dieses Konzept kommt aus Amerika. Verantwortliche des Unispitals haben sich vor Ort in den Staaten ein Bild von diesem System gemacht. Sie waren davon überzeugt und haben es im Juli in Basel eingeführt – als erstes grosses Spital in der Schweiz.

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