Wirtschaftskammer fordert mehr Arbeitsplätze in Salina Raurica

Studie der Wirtschaftskammer besagt, dass 9000 neue Arbeitsplätze möglich seien. Baselbieter Regierung dagegen spricht lediglich von 3600 Arbeitsplätzen.

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Bildlegende: Wirtschaftskammer hat andere Pläne für Salina Raurica als die Baselbieter Regierung zVg

Laut einer im Auftrag der Wirtschaftskammer Baselland erstellten Studie könnten im Gebiet Salina Raurica bis zu 9000 wertschöpfungsintensive Arbeitsplätze geschaffen werden. Voraussetzung dafür sind eine flexible Planung und ein aktives Gebietsmanagement.

Der Kanton schätzt das Potenzial an Arbeitsplätzen in Salina Raurica auf 3600. Dies kritisierte die Wirtschaftskammer und liess eine zweite Einschätzung erstellen. Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Buser sagte am Montag vor den Medien in Liestal, seine Organisation sehe sich als Impulsgeber, nicht aber als Raumplaner des Kantons.

 Das raumplanerische Grundgerüst des 50 Hektaren grossen Areals sei tragfähig, schreiben die Experten in der Studie. Neun der elf Areale sollen für die Schaffung von Arbeitsplätzen zur Verfügung gestellt werden, zwei für Wohnbauten. Mit einem Quartierplan sollen im ganzen Gebiet Hochhäuser zugelassen werden.

Ein Boulevard für das neue Quartier

Die Entwicklung des Gebiets könnte rascher erfolgen, wenn als «Rückgrat und Identität» ein Boulevard durch des Areal gebaut werde. Dieser soll so breit sein, dass sämtliche Verkehrsträger darauf Platz haben. Auch soll er in die geplante Umfahrung einbezogen werden.

Der Kanton müsste den «Rhein-Boulevard» im Sinne einer Vorinvestition in der Höhe von rund 50 Millionen Franken erstellen. Teile der Vorinvestition könnten auf die Grundeigentümer übertragen werden, heisst es. Dieses «identitätsstiftende Element» sei eine Motivation für die Grundeigentümer, am Prozess teilzunehmen. Wenn eine Adresse «Rhein-Boulevard» vorhanden sei, dann würden auch die Investoren kommen, sagten Urs Meier von der «Planungspartner AG» und Manuel Scholl von «agps architecure».

Life Science bringt viele Arbeitsplätze

In einem ebenfalls von der Wirtschaftskammer in Auftrag gegebenen Gutachten werden Entwicklungsszenarien verglichen. Würden sich Firmen der Schlüsselbranchen aus der Region ansiedeln, läge die jährliche Wertschöpfung im Gebiet Salina Raurica bei schätzungsweise 1,7 Milliarden Franken. Die Anzahl der Vollzeitstellen wird mit bis zu 8000 beziffert. Ein «Life Science Park» könnte eine jährliche Wertschöpfung von 2,2 Milliarden Franken erzielen und bis zu 9000 Vollzeitstellen anbieten.