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Wochengast Conradin Cramer: «Ich habe meinen Horizont erweitert»

Das Jahr als Grossratspräsident habe ihn sehr bereichert, jedoch auch gefordert, so Conradin Cramer im Wochengast-Gespräch. Wie seine politische Karriere weitergehe, wolle er noch offen lassen.

Portrait Conradin Cramer
Legende: Conradin Cramer freut sich darauf, sich wieder politisch zu äussern. SRF

Nach einem Jahr als Grossratspräsident ist das Mandatsjahr für Conradin Cramer zu Ende. Er habe unglaublich viele neue Erfahrungen und Begegnungen gemacht, Herausforderungen im Parlamentsbetrieb gemeistert und neue Einblicke erhalten. Dennoch: «Ich bin froh, dass ich das Amt nun wieder abgeben kann. Die Repräsentationspflichten in dieser Intensität, das kann man nicht länger manchen als ein Jahr», so Conradin Cramer gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Ich habe die Vielfalt der Stadt neu entdeckt
Autor: Conradin CramerGrossratspräsident 2013

Alles in allem sei das Amtsjahr bereichernd gewesen. «Ich habe kulturelle Anlässe besucht, die ich sonst nicht auf dem Radar habe. Dadurch habe ich meinen Horizont erweitert. Ich habe die Vielfalt unserer Stadt neu entdeckt.»

Weniger Verbissenheit und Ideologie

Manchmal habe er die Parlamentsmitglieder als «ideologisch verhärtet» wahrgenommen, insbesondere bei Verkehrsthemen. Er wünsche sich, dass die Politik nicht all zu ernst genommen werde.

In den letzten Wochen sei viel auf einmal passiert: Die Geschichten rund um die Basler Verkehrsbetriebe, die Basler Kantonalbank und die Honoraraffäre. Dazu meint Conradin Cramer: «Ich glaube, dass die Geschichten, so unerfreulich sie sind, zeigen, dass unser Kontrollsystem funktioniert.» Dennoch sei Vertrauen verloren gegangen.

Es gebe seiner Meinung nach klare Regeln, weshalb weitere Verschärfungen nicht nötig seien. «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht übersteuern. Nur weil jemand ein Beruf hat, heisst das nicht, dass er nicht auch noch Politik machen kann.» Das Milizsystem sei eine Erfolgssystem.

Conradin Cramer als Regierungsrat?

Er freue sich darauf, sich nun wieder politisch äussern zu können. Was sein weiteres politisches Leben bringe, das wolle er noch offen lassen. Ob er sich vorstellen könnte, als Nachfolger von LDP-Regierungsrat Christoph Eymann zu kandidieren, wisse er noch nicht.

«Ich werde mir das sehr gut überlegen. Es ist ein hoch interessantes Amt. Jedoch habe ich aber einen tollen Beruf, der mich glücklich macht.» Er wolle sich vorbehalten, den Entscheid erst später zu fällen.

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