Referendum gegen neue Strasse 11‘000 Personen wollen über Umfahrung im Oberaargau abstimmen

Das Volk wird wohl das letzte Wort zur geplanten Umfahrung im Oberaargau haben. Ein Referendumskomitee unter der Führung der Grünen und Umweltorganisationen hat in den vergangenen drei Monaten über 11'000 Unterschriften gesammelt.

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Bildlegende: Kampf gegen neue Strassen: Der Stand des Referendumskomitees in der Berner Innenstadt Mitte Oktober. Christian Strübin/SRF

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Die Umfahrungen

Die Umfahrung Oberaargau sieht eine bessere Anbindung des Landesteils ans Autobahnnetz und die Umfahrung von Aarwangen vor. Für Hasle und Oberburg sind ebenfalls Umfahrungen geplant, im Raum Burgdorf sollen Massnahmen am Strassennetz den Verkehr verflüssigen.

11'500 Unterschriften: Das sind über tausend Unterschriften mehr als es für das Zustandekommen eines Referendums im Kanton Bern braucht. Nun könne man die Unterschriften fristgerecht zur Beglaubigung bei den Behörden einreichen, schreibt der Verkehrsclub VCS in einer Mitteilung.

Das Berner Kantonsparlament sprach im vergangenen September Geld für die Projektierung von Verkehrslösungen im Emmental und Oberaargau. Die Verkehrsprojekte werden mit rund einer halben Milliarde Franken veranschlagt.

Vor allem die Umfahrungslösung im Oberaargau ist umstritten. Offiziell wolle der Kanton mit den angestrebten Verkehrslösungen erreichen, dass der Verkehr nicht weiter zunehme. Doch der Bau der Umfahrungsstrasse werde genau das Gegenteil bewirken, befürchtet das Referendumskomitee.

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