160 Bieler Wohnungen auf Radium untersucht

Die meisten Wohnungen sind in Ordnung. In sieben Gebäuden wird noch weiter gemessen, sie müssen möglicherweise saniert werden.

Im Zusammenhang mit radiumhaltigen Leuchtfarben haben das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Suva in 28 Gebäuden Radioaktivitätsmessungen durchgeführt, davon sind 26 Gebäude in der Stadt Biel. Dort sind 160 Wohnungen betroffen.

Utensilien zur Messung atomarer Strahlung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Utensilien zur Messung atomarer Strahlung. (Symbolbild) Keystone

Das Ergebnis: In 16 Gebäuden, in denen früher Uhrenateliers waren, wurden keine Spuren des radioaktiven Elementes Radium gefunden. In fünf Gebäuden wurden geringe Radium-Spuren gemessen. Diese liegen laut BAG aber deutlich unter der Strahlendosis von 1 Millisievert (mSv) pro Jahr. Darum seien dort keine weiteren Massnahmen nötig, schreibt das BAG.

Sieben Häuser möglicherweise stärker betroffen

In weiteren sieben Häusern wurde ebenfalls Radium gefunden. Dort werden in den kommenden Wochen zusätzliche Messungen durchgeführt. Damit soll genau abgeklärt werden, ob die Dosis von 1 mSv pro Jahr überschritten wird und Sanierungen notwendig werden.

Die Situation sei aber nicht gefährlich für die Leute, die dort leben oder arbeiten. Und darum auch nicht so dringend, dass man sofort sanieren müsste, sagt Christophe Murith vom BAG: «Wir haben Zeit, das sauber zu machen und gut zu planen.»

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