Asiatischer Laubholzbockkäfer: So reagiert Freiburg

Eine Verordnung regelt, was im besonders betroffenen Marly wegen dem für Bäume tödlichen Schädling noch erlaubt ist - und was nicht.

Ein Bagger transportiert Baumstämme ab, im Hintergrund Wohnblöcke. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wegen dem Schädling mussten in Marly bereits dutzende Bäume gefällt werden. Keystone

In Marly wurden in den letzten Wochen mehr Käfer gefunden als in der gesamten restlichen Schweiz bisher. Weil der asiatische Schädling Bäume innert weniger Jahre zum Absterben bringen kann, verlangt der Bund von den Kantonen, den Laubholzbockkäfer zu bekämpfen.

Der Kanton Freiburg hat nun in einer Verordnung mehrere Massnahmen aufgelistet um den Schädling zu vernichten:

  • Befallene Bäume werden sofort gefällt und vernichtet.
  • Brennholz sammeln ist in den betroffenen Zonen verboten.
  • Gärtner müssen Schnittgut häckseln, so dass er kleiner als drei Zentimeter ist.
  • Gartencenter müssen ihre Bestände regelmässig kontrollieren.
  • Holz darf eine befallene Region nur mit Zustimmung des Kantons verlassen.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist eine Käferart aus Ostasien. Eingeschleppt wurde er vermutlich in Holzpaletten, mit denen Steine aus Asien importiert wurden. Befallene Bäume sterben innert Kürze ab, der Bund listet den Käfer deshalb als «besonders gefährlich» auf.