Auch der Kanton Bern will kein Fracking

Die Berner Regierung will keine Erdgas-Förderung mit der umstrittenen Fracking-Methode. Bei der nächsten Revision des Bergbaugesetzes soll die Fördermethode verboten werden.

Fracking ist überall umstritten - nicht nur in Bern, sondern auch vor dem EU-Hauptsitz in Brüssel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Fracking ist überall umstritten - nicht nur in Bern, sondern auch vor dem EU-Hauptsitz in Brüssel. Keystone

Mit der Fracking-Methode werden Chemie, Wasser und Quarzsand in tiefere Erdschichten gepumpt.

So wird das Erdgas quasi ausgewaschen und an die Oberfläche transportiert. Diese Methode ist in den USA sehr verbreitet, aber aus ökologischen Gründen auch umstritten. Zudem beansprucht die Fracking-Methode sehr viel Platz an der Erdoberfläche. Das ist im Kanton Bern nicht vertretbar, finden Motionäre der Grünen, der EVP und der SP im Kantonsparlament.

Berner Regierung strebt Verbot an

Der Regierungsrat des Kantons Bern stimmt mit den Bedenken der Motionäre überein. Allerdings vertritt die Regierung die Meinung, dass ein solches Verbot derzeit nicht dringlich ist. Die bestehenden rechtlichen Hürden seien so hoch, dass ein Fracking-Projekt praktisch unmöglich sei. Bei der nächsten Revision der Bergbau-Gesetzgebung, des sogenannten Bergregals, will die Regierung Fracking gleich ganz verbieten.