Zwischennutzung Stadion Aus der «Gurzelen» wird ein Kulturlabor und ein Schrebergarten

Das ehemalige Bieler Fussballstadion soll ein Zentrum für kulturelles und soziales Schaffen werden. Die Stadt Biel hat das Stadion für eine dreijährige Zwischennutzung an einen Verein übergeben. Danach ist dort eine Überbauung geplant.

Das Stadion Gurzelen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Aus dem Rasen des ehemaligen Fussballstadions soll unter anderem ein Gemeinschaftsgarten werden. Keystone

Eigentlich sollte das ehemalige Fussballstadion Gurzelen in Biel abgerissen werden. Doch der Bieler Gemeinderat hat sich anders entschieden. Er gibt das Stadion inklusive Umschwung für drei Jahre zur Zwischennutzung frei. Danach wird auf dem Areal ein neues Quartier entstehen.

Der neu gegründete Verein «Terrain Gurzelen» übernimmt das Gelände ab Januar 2017 und will daraus ein Zentrum für kulturelles und soziales Schaffen mit Quartierbezug machen. So soll beispielsweise eine Kinderbaustelle eingerichtet, ein Gemeinschaftsgarten aufgebaut, ein Tennisplatz erstellt sowie Künstlerateliers, ein Tonstudio oder eine Werkstatt eingerichtet werden.

Was genau wann enstehe, sei noch nicht klar, sagt Olivier Rossel vom Vorstand des Vereins «Terrain Gurzelen». Zuerst werde aber sicher einmal aufgeräumt im alten Stadion. Mit der Stadt seien auch klare Spielregeln abgemacht worden, zum Beispiel was die Nachtruhe anbelangt.

Wie der Bieler Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt, belebe das Konzept des Vereins einen ansonsten ungenutzten Ort und generiere Publikum. Die Akteurinnen und Akteure der Zwischennutzung produzierten so selber ein Stück Stadt, was die Identifikation mit dem Ort fördere.