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BDP Thun Vertretung im Stadtrat schrumpft weiter

Der langjährige BDP-Fraktionspräsident Peter Aegerter tritt aus der Partei aus und wechselt in die SVP-Fraktion.

Fähnchen an BDP-Versammlung.
Legende: Nur noch zwei Stadtratsmitglieder halten die Fähnchen der Thuner BDP aufrecht. Keystone

Letzte Woche haben die beiden Thuner Stadträte Susanna Ernst und Claude Schlapbach zur FDP gewechselt, heute hat Peter Aegerter seinen Wechsel zur SVP bekannt gegeben. Damit zählt die BDP-Vertretung im Stadtrat nur noch zwei Mitglieder und hat definitiv keine Fraktionsstärke mehr.

Hintergrund für diese Rücktritte ist ein Richtungsstreit in der BDP Thun. Die Fraktionsmehrheit hätte für die Gemeindewahlen im Herbst eine Listenverbindung mit der FDP eingehen wollen, ist aber am 4. Juni mit dieser Strategie an der Parteibasis gescheitert. Die Basis will, wie schon vor vier Jahren, mit der Fraktion der Mitte zu den Wahlen antreten und CVP-Gemeinderat Konrad Hädener unterstützen.

Ich wechsle politisch unbelastet zur SVP.
Autor: Peter AegerterStadtrat

«So will ich nicht in die Wahlen gehen», sagt Peter Aegerter. Zwei Jahre hätten der Parteivorstand und die Fraktion auf die Listenverbindung mit der FDP hingearbeitet. Eine Listenverbindung auch mit der SVP, wie bei den letzten Wahlen auf Kantonsebene, habe man bewusst ausgeschlossen, weil diese bei der Parteibasis keine Chance gehabt hätte.

Peter Aegerter wechselt in die SVP, weil er dieser Partei politisch und beruflich am nächsten stehe. Er habe auch die ganze Scheidungsgeschichte zwischen SVP und BDP nicht als Politiker erlebt. «Ich war vor der Scheidung nicht SVP-Mitglied und trete der Partei so unbelastet bei», sagt Aegerter.

Ich bin eine Kämpfernatur.
Autor: Ursula HallerDesignierte Parteipräsidentin BDP Thun

Ursula Haller steht vor einer schwierigen Situation. Nachdem der Parteivorstand im Juni den Rücktritt gegeben hatte, stellte sich die ehemalige Nationalrätin und ehemalige Thuner BDP-Gemeinderätin als neue Parteipräsidentin zur Verfügung. Die Wahl ist Ende August. «Ich bin eine Kämpfernatur», sagt die 69-Jährige.

Sie wolle weiterhin für die vor 10 Jahren gegründete Partei kämpfen und deren sozialliberale Politik weiterführen, sagt Haller. Im Stadtrat sollen sich die zwei verbleibenden BDP-Mitglieder bis zu den Wahlen am 25. November der Fraktion der Mitte bestehend aus CVP, GLP, EVP, EDU anlehnen. Zur Zeit fänden Gespräche statt.

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