Bern kämpft um seine Fachhochschule

Die Stadt Bern - mit Unterstützung aus der Wirtschaft und dem Gesundheitswesen - legt dar, warum das Departement Wirtschaft, Gesundheit und Soziale Arbeit der Berner Fachhochschule in Bern bleiben solle.

Das Gebäude des Departements Wirtschaft und Verwaltung der Berner Fachhochschule. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Departement Wirtschaft der Berner Fachhochschule soll in Bern bleiben, finden Wirtschaftsvertreter. zvg

Eigentlich wollte die Berner Regierung nur noch zwei Standorte für die Berner Fachhochschule: Bern und Biel. Doch das Kantonsparlament gab der Regierung den Auftrag, neben Bern auch Burgdorf als Standort zu prüfen. Im Raum steht, dass das Departement Wirtschaft, Gesundheit und Soziale Arbeit von Bern nach Burgdorf gezügelt werden könnte.

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Bildlegende: Alexander Tschäppät (Mitte) macht sich mit Vertretern aus Wirtschaft und Gesundheit stark für den Standort Bern. SRF

Das dürfe nicht geschehen, findet der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät. «Alle anderen Fachhochschulen rüsten auf. Deshalb ist eine starke Fachhochschule an zwei Standorten für den Wirtschaftsraum Bern sehr wichtig.» Ein dritter Standort in Burgdorf würde die Fachhochschule als Ganzes schwächen.

Alexander Tschäppät erhält Unterstützung aus der Wirtschaft und dem Gesundheitsbereich. An einer gemeinsamen Medienkonferenz machten sich Vertreter für den Standort Bern stark – darunter auch Uwe E. Jocham, Direktionspräsident der CSL Behring AG. «Kurze Wege sind für uns zentral», so Jocham.

Sein Unternehmen, das in Bern und demnächst auch in Lengnau bei Biel Medikamente herstellt, arbeitet in der Forschung und der Ausbildung der Mitarbeiter eng mit der Berner Fachhochschule zusammen. «Neben Bern und Biel einen weiteren Standort - das macht keinen Sinn», so Jocham.

Entschieden ist noch nichts. Die Kantonsregierung macht bis in zwei Jahren dem Kantonsparlament Vorschläge, wie die Landschaft der Fachhochschule im Kanton Bern künftig aussehen wird. Schlussendlich werden wohl beide Städte etwas erhalten. «Es geht nicht um alles oder nichts», sagt der zuständige Regierungsrat Bernhard Pulver. «Es muss eine Lösung geben, die Burgdorf und Bern berücksichtigt.» Noch sei aber nichts spruchreif.