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Bern Freiburg Wallis Bern zelebriert den Tod gleichzeitig in drei Museen

Der Tod ist diesen Herbst in Bern allgegenwärtig. Drei Berner Museen befassen sich mit Niklaus Manuels Totentanz. Mehrere Kulturinstitutionen greifen das Thema auf, so etwa das Kino Rex mit einer Filmreihe zum Thema Tod. Bern Tourismus hingegen bewirbt das Thema kaum.

Der Berner Totentanz

Niklaus Manuel malte den Totentanz zwischen 1516 und 1519 auf die südliche Umfassungsmauer des damaligen Dominikanerklosters in der Berner Altstadt. Das Gemälde ist besteht aus 21 Blidfeldern, die jeweils zwei Szenen zeigen. Die Botschaft: Dem Tod entgeht niemand. Das bedeutendste Werk von Niklaus Manuel fiel 1660 der Stadterweiterung zum Opfer.

Die Wechselausstellung im Historischen Museum begleitet Niklaus Manuel (1484-1530) durch die Zeit der Reformation. Er ist in erster Linie als Schöpfer des Totentanz-Freskos bekannt, das er an die Kirchhofsmauer des Dominikanerklosters in Bern malte und mit vierzeiligen Versen versah.

Dieses 80 Meter lange und über zwei Meter hohe Wandbild ist das wichtigste Werk von Niklaus Manuel, der auch Literat, Politiker und Diplomat gewesen ist.

Ein Thema – drei Museen

Drei Museen nehmen die Ausstellung zum Anlass, um sich mit dem Totentanz auseinanderzusetzen. Neben dem Historischen Museum sind dies das Kunstmuseum, das Altarbilder von Niklaus Manuel zeigt und das Museum für Kommunikation, das einen Bogen vom Totentanz zur zeitgenössischen Kunst schlägt.

Eine solche Zusammenarbeit ist in Bern nicht üblich. Normalerweise gehen die Berner Museen ihren eigenen Weg. Es brauche jedoch ein Thema, das sich für ein museumsübergreifendes Projekt eigne, sagt Jacqueline Strauss, Direktorin des Museums für Kommunikation. «Ich bin dabei, wenn man in Bern weiterhin solche Projekte verfolgt.»

Zehn Filme zum Tod

Parallel dazu zeigen verschiedene Berner Galerien Werke rund um den Tanz mit der Endlichkeit. Das Kino Rex nimmt die Thematik ebenfalls auf und präsentiert zehn Filme in der Reihe «Es lebe der Tod!».

Vorbereitung für Reformationsjahr

Auch bei Bern Tourismus ist man auf das Thema Totentanz sensibilisiert, die Werbung zu den aktuellen Anlässen hält sich trotzdem in Grenzen. Der Vize-Direktor Michael Keller sagt: «Der Totentanz ist ein sehr spezifisches Thema, zu dem auch nicht alle Kulturkreise den gleichen Zugang haben.» Er betrachtet die Anlässe rund um das Thema – vor allem jene zum Reformator Niklaus Manuel – eher als Wegbereitung in das grosse Reformationsjahr 2017. Dann wird sich die Reformation zum 500. Mal jähren.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Bern ist für mich die Partnerstadt. Und da ich die Jugi - die nun 1,5 Jahre geschlossen und renoviert wird - sehr liebe, muss ich mich wohl nach einer anderen Bleibe umsehen. Es gibt in Bern den Loeb und den Stauffacher zwei Buchandlungen von der Art und Grösse von denen wir in Winterthur nur noch träumen seit der Orell Füssli geschlossen wurde. Beide empfehlen "Ein Leben mehr", als Totentanz http://literatourismus.net/2015/08/jocelyne-saucier-ein-leben-mehr/
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