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Bern Freiburg Wallis Berner Grüne gegen Jo Lang

Der Vorstand soll Alt-Nationalrat Jo Lang nicht für die Nationalratswahlen 2015 nominieren. Diesen Antrag stellt die Geschäftsleitung einstimmig, wie sie am Freitag mitteilte.

Jo Lang am Rednerpult
Legende: Jo Lang 2011 im Nationalratssaal. Die Geschäftsleitung der Berner Grünen will ihm keine Chance auf eine Rückkehr geben. Keystone

Lang sei zwar ein hervorragender Politiker, schreibt die Geschäftsleitung der Grünen Kanton Bern. Er sei ein ausgezeichneter Nationalrat gewesen und präge als Vize-Präsident der Grünen Schweiz die schweizerische Politik.

Eine Nationalratskandidatur könne aber nicht allein mit individuellen Vorzügen begründet werden, hält die Geschäftsleitung fest. Wichtig sei unter anderem auch die regionale Herkunft der Kandidierenden: Die heutige Nationalratsvertretung der bernischen Grünen stamme zu 100 Prozent aus der Stadt Bern und zu 66 Prozent aus dem Grünen Bündnis Stadt Bern. Das sei sehr einseitig. Jo Lang wohnt ebenfalls in der Stadt Bern.

Lieber jüngere Leute

Auch das Alter von Jo Lang spielte eine Rolle: Er wird zum Zeitpunkt der Wahl im kommenden Herbst 61-jährig sein - zu alt für die Geschäftsleitung der Grünen Kanton Bern: «Wir brauchen nicht nur Leute fürs Heute, sondern auch fürs Morgen», sagt Parteipräsident Blaise Kropf. Es sei wichtig, den Generationenwechsel rechtzeitig einzuleiten.

Das hervorragende Wahlergebnis der Jungen Grünen bei den Thuner Stadtratswahlen vom 30. November 2014 stehe beispielhaft für den Impuls, den neue Kräfte auslösen könnten.

Der Entscheid gegen eine Nomination von Jo Lang fiel in der 5-köpfigen Geschäftsleitung der Grünen Kanton Bern einstimmig. Am Montag entscheidet der Vorstand (16 Mitglieder) darüber. Das letzte Wort über die Zusammensetzung der Nationalratsliste hat die Delegiertenversammlung am 20. Januar.

Jo Lang selber sieht seine Chance jetzt als sehr gering an, noch auf die Liste der Grünen Kanton Bern zu kommen. Und wenn der Vorstand am Montag den Entscheid der Geschäftsleitung bestätige, werde er das akzeptieren.

Er werde dann nicht versuchen, die Delegiertenversammlung von sich zu überzeugen. Damit werde es für ihn kein Comeback mehr geben: «Ich sehe keinen andern Weg zurück in den Nationalrat als der über den Vorstand der Grünen Kanton Bern», sagt Jo Lang.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Dieser praktizierende Marxist und Militärabschaffer wurde damals in Zug nicht grundlos als Nationalrat abgewählt. (Im Kt. Zug wird gearbeitet und nicht Marxismus betrieben!). Eigentlich sollte ein solcher politischer Exot in unserem Land selber merken, dass seine extreme, weltfremde "Ideologie" nirgends mehr ankommt. Er wollte einfach "weitermachen" und versuchte es in einem (leider) rot/grün gewordenen Kanton! Offenbar sehen die Berner "Rot/grünen" auch ein, dass Jo Lang keine Wahlchance hätte.
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  • Kommentar von CHRIGU STAUB, STEFFISBURG
    Da kann selbst mir, der dauernd nervende Jo, so langsam etwas leidtun : Von dem in der Wolle umgefärbten RML-Rot-Marxisten, zum Dunkel-Grünen-Armeehasser, vom spät-pubertären "Papier-Flügerli"-Falter, zum Nationalrats-Frührentner. Jo hatte sich vermutlich etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, nun ist er von dem selbigen fort. Selbst die Berner Öko-Kumpels wollen auf seine "Guten Dienste" verzichten. Da hatte auch nichts genützt, dass er für seine letzten Arena-Auftritte mit Kreide gurgelte.
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  • Kommentar von Christophe Bühler, Langnau am Albis
    Naja wird auch Zeit dass einer Platz macht für junge Köpfe. In Bern gibt es zuviele Sesselfurzer. Alle Räte sollten mit 60+ Patz für Junge machen.
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