Berner Jurist gilt als Betrüger

Der Medienjurist Franz A. Zölch lieh Geld, welches er kaum je zurückzahlte. Die Staatsanwaltschaft hat ihn in einem Fall für schuldig erklärt. Der Jurist zieht seine Einsprache zurück und akzeptiert das Urteil.

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Franz A. Zölch akzeptiert Verurteilung wegen Betrug

3:08 min, aus Schweiz aktuell vom 22.9.2015

Der einst erfolgreiche Berner Medienjurist Franz A. Zölch macht seit längerem mit unschönen Geldangelegenheiten von sich reden. In einem Fall hat Zölch seine Einsprache gegen ein Strafmandat wegen Betrugs zurückgezogen.

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Bildlegende: Franz A. Zölch 2006 in seinem Büro. Keystone (Archiv)

Die Staatsanwaltschaft Berner Oberland hatte Zölch 2012 per Strafbefehl des Betrugs für schuldig erklärt und ihm eine bedingte Geldstrafe von 10'000 Franken und eine Busse von 2000 Franken aufgebrummt. Dagegen wehrte sich Zölch mit einer Einsprache.

Die Sache sollte deshalb am Donnerstag vor Gericht beurteilt werden. Doch der Jurist hat die Einsprache zurückgezogen – aus «gesundheitlichen» Gründen, wie sein Anwalt Roger Lerf auf Anfrage von Radio SRF sagte. Seit rund zehn Jahren sorgt Zölchs Finanzgebaren in den Medien für Schlagzeilen.

Der Jurist machte sich als Medienrechtler einen Namen, war Dozent, Brigadier und eine Zeit lang auch Präsident der Eishockey-Nationalliga. Der einstige Gatte der ehemaligen SVP-Regierungsrätin Elisabeth Zölch verkehrte in höchsten Kreisen.