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Bern Freiburg Wallis Berner Polizei soll Linksaussen-Demo am Wahlwochenende verhindern

Der Berner Gemeinderat lässt auch am Wahlwochenende keinen «antifaschistischen Spaziergang» zu. Er hat die Kantonspolizei beauftragt, unbewilligte Kundgebungen im Keim zu ersticken.

Zur Demonstration aufgerufen hat die «Revolutionäre Jugend Gruppe». Sie hatte bereits am vergangenen Samstagabend einen Marsch durch die Innenstadt geplant, was die Polizei mit einem Grossaufgebot verhinderte.

Der Aufruf für kommenden Samstag kursiert im Internet. Ein Gesuch sei aber bislang nicht eingegangen und die Veranstalter seien dem Gemeinderat nicht bekannt, teilte die Stadt Bern mit.

Während Ladenöffnungszeiten

So oder so halte es die Stadtregierung für unverantwortbar, ausgerechnet am Wahlwochenende einen Umzug mit hohem Risikopotenzial zu tolerieren. «Kritisch kommt hinzu, dass dieser während der samstäglichen Ladenöffnungszeiten stattfinden soll».

Im übrigen würden vor den eidgenössischen Wahlen nur Platzkundgebungen bewilligt, und der Bundesplatz stehe im Oktober für politische Kundgebungen generell nicht zur Verfügung.

Bernmobil nimmt's gelassen

Zumal die anonymen Organisatoren ihre Kundgebung am Nachmittag bei der Heiliggeistkirche starten wollen, könnten Trams und Busse beim Bahnhof behindert werden. Bei Bernmobil reagiert man gelassen.

«Wir kennen solche Szenarien bereits zur Genüge», sagt Bernmobil-Sprecher Rolf Meier. Der Verkehr sei mehrmals pro Jahr durch Kundgebungen oder auch Baustellen betroffen. Man sei vorbereitet und werde am Samstag in Absprache mit der Polizei entscheiden, was für ein Szenario zum Einsatz komme.

Letzten Samstag hatte die Polizei eine Demonstration der gleichen anonymen Veranstalter im Keim erstickt.

Legende: Video Bern: Polizei verhindert Demo abspielen. Laufzeit 0:39 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 10.10.2015.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Wer steckt eigentlich hinter diesen "anonymen Internet-Chaoten"? Warum vermummen sich die Organisatoren eines "Antifaschistischen Spaziergangs" (dieser NAME!!!!), der dann zu einem wüsten brennenden Schlachtfeld und Rückzug, Richtung "Reitschule" enden wird, bereits im Internet? Wer sich politisch zu einem angeblichen Problem (die GROSSE ANGST vor dem kommenden "Rechtsrutsch" im Parlament!) aktiv beteiligen will, hat viele ANDERE (legale) Möglichkeiten, mitzuarbeiten und nach Lösungen zu suchen!
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