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Bern Freiburg Wallis Berner Regierungsrätinnen verzichten auf Sitzungsgelder

Beatrice Simon (BDP) und Barbara Egger (SP) verzichten vorderhand freiwillig auf die ihnen vom Gesetz her zustehenden Sitzungsgelder und Spesen aus Verwaltungsratsmandaten. Diese Einkünfte sind politisch umstritten.

Die Nebeneinkünfte der Berner Regierung geben zu reden.
Legende: Die Nebeneinkünfte der Berner Regierung geben zu reden. Keystone

Ausgelöst wurde die öffentliche Debatte in verschiedenen Kantonen durch den Rücktritt des Basler Regierungsrats Carlo Conti (CVP).

Im Kanton Bern standen in den letzten Tagen vor allem Barbara Egger und Beatrice Simon im Fokus. Egger sitzt von Amtes wegen in den Verwaltungsräten des Energiekonzerns BKW und des Bahnunternehmens BLS. Simon hat ebenfalls entsprechende Mandate bei der BKW und den Rheinsalinen.

«Stets an Regeln gehalten»

Beide Regierungsrätinnen betonten am Sonntag, sie hätten sich stets an die geltenden Regeln gehalten. Simon und Egger zeigten aber beide Verständnis dafür, dass das System der Nebeneinkünfte politisch diskutiert und die Regelungen gegebenenfalls angepasst werden könnten. Beide wollen auf ihre Einkünfte verzichten, bis klar ist, ob der Kanton an der bisherigen Regelung festhält oder sie ändert.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Aufenast, Frauenkappelen
    Was soll das. Unsere Regierungsrätinnen sind auf diesen Zustupf angewiesen. Mit dem kargen Regierungsrat-Salärchen muss man darben. Bewirken können unsere Rätinnen allerdings als Mitglieder von Verwaltungsräten nicht viel, respektive sie bewirken überhaupt nichts. Verstehen sie doch von der komplexen Materie der jeweiligen Unternehmen in der Regel nur Bahnhof. Nicht fachspezifische Leistungsausweise sind gefragt, sondern das Parteibüchlein.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Viel wichtiger als dieser Schritt ist die Offenlegung der Höhe der Bezüge in den Verwaltungsräten von BKW, BLS, Kantonalbank und von allen öffentlichen Spitälern. Übersteigen diese Bezüge Fr. 10'000.00 pro Jahr sind sie auf dieses Niveau zu korrigieren und zwar für alle betroffenen Personen, unabhängig ob diese ein politisches Mandat wahrnehmen oder nicht. Dienen und nicht Bedienen ist angesagt! Wem das nicht passt, der wird ersetzt. Freue mich schon auf die doofen Gesichter einiger Leute!
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  • Kommentar von Hans König, Häusernmoos
    Da haben doch einige Leute kalte Füsse bekommen. Nach den Wahlen kann es wieder munter weitergehen. Für viele Staatsbedienstete stellt sich die Frage, wie viele Nebeneinkünfte neben dem ordentlichen Verdienst noch erlaubt sind, wenn schon die Vorgesetzten zusätzlich absahnen.
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