Berner Skywork muss sparen und Investor Borer gibt Präsidium ab

Die Berner Fluggesellschaft Skywork muss sparen. Sie baut Stellen ab und ihren Verwaltungsrat um. Skywork-Investor Daniel Borer gibt sein Präsidium im Verwaltungsrat ab; bleibt aber Aktionär.

Daniel Borer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Daniel Borer zieht sich aus dem Verwaltungsrat zurück. Reuters

Daniel Borer gibt das Präsidium des Skywork-Verwaltungsrates ab. Das teilte die Berner Fluggsellschaft am Dienstagnachmittag mit - er bleibe aber Aktionär. Das Unternehmen sei an der Schwelle von der kapitalintensiven Start-Up-Phase zur normalen Betriebsphase. Daniel Borer will gemäss Medienmitteilung den Weg frei machen für weitere Investoren.

Millionen investiert um die Defizite zu decken

Er sehe seine Aufgabe als Anfangsinvestor erfüllt und trete deshalb wie geplant als Aktionär in die zweite Reihe zurück. Neuer Verwaltungsratspräsident bei Sykwork wird Sébastien Mérillat.

Borer, der zur Gründerfamilie der Uhrenfirma Rolex gehört, hatte in der Vergangenheit stets betont, er werde maximal 50 Millionen Franken in die Fluggesellschaft investieren. Ob diese Grenze bereits erreicht ist, ist unklar. Das Unternehmen gab sich bislang in Sachen Zahlen zugeknöpft.

Tomislav Lang, der die Fluggesellschaft massgeblich mit aufgebaut hat, wird Miteigentümer von Skywork. Neben seiner Tätigkeit als CEO wird Lang auch Delegierter des Verwaltungsrats.

Borer nimmt sich neue Ziele vor

Mit diesen Schritten könne sich Borer künftig freier anderen Projekten widmen, wie etwa der Stärkung des Flughafenstandorts Bern-Belp. Dazu gehören insbesondere die Ende letzten Jahres aufgenommenen Gespräche mit der Berner Flughafenbetreiberin Alpar über die Zukunft des Flughafens.

Diese auch als Machtkampf bezeichneten Gespräche wirbelten viel Staub auf. Borer, dessen Airline rasant wuchs, sei die Alpar zu behäbig, wurde vermutet. Die Airline hat schon öfters zu verstehen gegeben, dass sie sich als Homebase Carrier in Bern-Belp eine bessere Behandlung wünscht.

Dies wohl nicht zuletzt auch aus finanziellen Gründen. Denn, so wurde ebenfalls vermutet, Skywork schreibe trotz Wachstum schlechtere Zahlen als erwartet.