Bieler Doppelhaus mit Denkmalpreis ausgezeichnet

Die Denkmalpflege des Kantons Bern vergibt ihren Preis dieses Jahr nach Biel: Die Besitzer eines Doppelhauses werden für ihren pragmatischen Ansatz bei der Restaurierung ausgezeichnet.

Die Besitzer des Doppelhauses haben laut der Berner Denkmalpflege die historische Bausubstanz konsequent ins Zentrum gestellt. Für die Restaurierung wurden spezialisierte Handwerker und die Denkmalpflege beigezogen und aufgrund einer Farbuntersuchung entwickelten die Besitzer ein Farb- und Materialkonzept.

Die Frage der Verhältnismässigkeit

Die Bauherren mussten auch Kompromisse eingehen, zum Beispiel in der Energiefrage. Das Dach und die Kellerdecken wurden gedämmt, Erd- und Obergeschoss blieben aber mit den alten Fenstern nahezu unverändert. Das Haus sei energetisch nicht mit Neubauten zu vergleichen, schreibt die Berner Denkmalpflege.

Das bestätigt auch Sven Harttig, einer der beiden Besitzer des Hauses. Doch solche Kompromisse müsse man eingehen, wenn man in einem solchen Haus wohnen wolle. Er und seine Familie hätten sich bewusst für das Gebäude entschieden, da ihnen die gut erhaltene und robuste Bausubstanz aufgefallen sei. Mit viel Gespür für die Geschichte des Hauses wurde Altes hervorgeholt und dezent Neues eingebaut, etwa Küche und Bad.

Für das Resultat haben die Familien Harttig und Cajakob nun den Denkmalpflegepreis des Kantons Bern erhalten. Der Preis zeichnet seit 2010 jährlich eine Bauherrschaft aus, die ein Gebäude mit Alltagsnutzung sorgfältig restauriert und weiterentwickelt hat.

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