BKW kann sich dank Dienstleistung und Verteilnetzen steigern

Trotz Gegenwind durch die tiefen Strompreise bleibt der bernische Energiekonzern BKW auf Erfolgskurs. In den ersten sechs Monaten 2016 stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um knapp eine Million Franken.

Der Schriftzug BKW beim Hauptsitz in Bern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In den Bereichen Dienstleistungen und Bau und Vertrieb von Verteilnetzen hat die BKW gute Ergebnisse erzielt. Keystone

Dank Dienstleistungen und dem Betrieb der Verteilnetze haben sowohl Umsatz wie Gewinn der BKW zugenommen. Vor allem durch den Zukauf verschiedener Firmen ist das Betriebsergebnis des Segments Dienstleistungen markant gestiegen, von 1,1 Millionen Franken in der Vorjahresperiode auf 10,7 Millionen Franken. Seit Januar 2015 hat die BKW insgesamt 24 Gesellschaften in den Bereichen Gebäudetechnik, Infrastrukturdienstleistungen, Engineering sowie Wind- und Solardienstleistungen zugekauft, zehn davon alleine im ersten Semester 2016.

Ebenfalls einen markanten Gewinnsprung verzeichneten das Segment Netze. Der Bau und der Betrieb von Verteilnetzen sowie der Energietransport warf mit 96,5 Millionen Franken eine um 41 Prozent höheren Betriebsgewinn ab.

Diesen Gewinnsprung erreichte die BKW vor allem mit einer Tariferhöhung und leicht höheren Durchleitungsmengen.

Der Bereich Energie ist nicht mehr profitabel

Im Segment der Energieproduktion dagegen sank sowohl die Gesamtleistung wie der Betriebsgewinn. Vor allem auf Grund der tieferen Strompreise fiel das Betriebsergebnis mit 80,6 Millionen Franken um 43 Prozent tiefer aus.

Die Stromproduktion selbst lag mit 5854 Gigawattstunden auf Vorjahresniveau.

Für das Gesamtjahr zeigt sich die BKW zuversichtlich. So soll 2016 das operative Betriebsergebnis des Vorjahres erreicht werden, heisst es in der Medienmitteilung.

Insgesamt steigerte die BKW in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres die Gesamtleistung gegenüber derselben Vorjahresperiode um 7 Prozent auf 1,4 Milliarden Franken. Mit 124 Millionen Franken fällt auch der Gewinn um 0,9 Millionen Franken höher aus als im Vorjahr.