BLS Cargo: Ohne Lok-Wechsel quer durch Europa

Der Anbieter für Gütertransporte BLS Cargo hat letztes Jahr gut gewirtschaftet. Das Unternehmen schreibt 2013 einen Gewinn von 1,5 Millionen Franken. Unter anderem dank eines neuen, nahtlosen Transportangebots von Holland bis nach Italien.

BLS-Zug mit Lastwagen auf der Lötschbergstrecke. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Besonders gut lief das Geschäft von BLS Cargo auf der Lötschbergstrecke. Keystone

BLS Cargo verzeichnete im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 182 Millionen einen Gewinn von 1,5 Millionen Franken - dies nach einem Verlust im Vorjahr von 1,8 Millionen Franken. BLS Cargo führt das gute letztjährige Ergebnis darauf zurück, dass sie dank innovativer Angebote wichtige Aufträge erhalten hat. In allen Verkehrssegmenten sei ein Wachstum verzeichnet worden.

Die Verkehrsleistung nahm um fünf Prozent zu. Auffallend hoch waren die Wachstumsraten des kombinierten Verkehrs auf der Lötschbergachse. Noch 2012 hatten Streckensperrungen den Verkehr zeitweise vollständig verhindert. Im vergangenen Jahr rollten die Züge fast uneingeschränkt.

Seit Dezember fährt BLS Cargo direkte Güterzüge von Rotterdam via Lötschberg/Simplon nach Norditalien. BLS Cargo fährt auf dieser Strecke mit Lokomotiven, die mit allen vier nationalen Bahntechniksystemen der Niederlande, Deutschlands, der Schweiz und Italiens zurechtkommen. So muss das Unternehmen an den Grenzen keine Lokomotiven mehr auswechseln. «Das ist sowohl hinsichtlich der Produktivität wie auch der Qualität ein deutlicher Fortschritt», sagt Dirk Stahl, Unternehmenschef von BLS Cargo.

Das neue Angebot sorgt in der Transportbranche für ein positives Echo. «Wir sind der BLS dankbar, dass sie so ein Angebot hat», sagt Frank Furrer, Generalsekretär des Verbandes der Verladenden Wirtschaft VAP. BLS Cargo zeige, dass es möglich sei, mit modernen Lokomotiven die bahntechnischen Hürden zwischen den europäischen Ländern zu überwinden.