Brienzer «Kuhhandel» mit einer riesigen Herde

Die Holzkühe mit den roten Flecken sind das Markenzeichen des Familienunternehmens Trauffer. Seit 75 Jahren werden sie in Hofstetten bei Brienz hunderttausendfach hergestellt und sind nicht nur bei Kindern als Spielzeug beliebt. Immer häufiger gehen sie als trendiges Souvenir über den Ladentisch.

Ein Mann vor Gestellen mit roten und braunen Kühen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Holzkühe sind mehr als nur Spielzeug», sagt Marc A. Trauffer. SRF

Weit über 400'000 Holzfiguren verlassen pro Jahr das Familienunternehmen Trauffer Holzspielwaren in Hofstetten bei Brienz. Gut jede dritte davon ist eine rot, schwarz oder braun gefleckte Kuh. Zu einem Spielzeugbauernhof aus Holz gehören zum Beispiel auch Pferde, Schweine, Ziegen, Schwarznasenschafe, Katzen, Hühner oder ein Berner Sennenhund.

Souvenier und Export

Die Tiere aus Holz sind jedoch mehr als nur Spielwaren. Von zehn verkauften Tieren sind drei als Souvenier gedacht. Eines von zehn geht in den Export. «Kühe gehören zur Schweiz wie die Schokolade», sagt Geschäftsführer Marc A. Trauffer. «Kinderspielzeug aus Holz wird als Handwerk, als Tradition und als qualitativ hochwertig angesehen.»

Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt das Familienunternehmen - das bereits in der dritten Generation Holzkühe herstellt. Er habe sich in jungen Jahren kaum vorstellen können, einmal in die Fussstapfen seines Vaters zu treten, erklärt Marc A. Trauffer gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

Es kam anders: Der Junior kaufte die Firma. Trauffer kümmert sich heute verstärkt um den Verkauf und das Marketig des Holzspielzeugs. Und da kommt es auch schon mal vor, dass der Chef zwei Grossaufträge für den Spielzeugmarkt in Deutschland ablehnt. Marc A. Trauffer: «Wir geschäften nicht mit Firmen, denen es nur darum geht, die Preise zu drücken und selber eine möglichst hohe Marge einzustreichen.» Zwar böten solche Grossaufträge auch Chancen - aber eben auch Risiken, wie etwa mit dem Familienunternehmen zu schnell zu wachsen.