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Bern Freiburg Wallis Bund bewilligt Teilausbau des Berner Flughafens

Die erste Phase der vierten Ausbauetappe ist bewilligt, aber die Flughafenbetreiberin kann nicht bauen: Drei Umweltorganisationen haben beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde eingereicht.

Ein Flugzeug steht auf dem Flughafen Bern-Belp.
Legende: Die Beschwerde gilt den zusätzlichen Abstellflächen für Flugzeuge und dem neuen Rollweg des Flughafens Bern-Belp. Keystone

Genehmigt hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) der Flughafen Bern AG den Bau von neuen Abstellflächen für Flugzeuge und von Rollwegen, wie Flughafen-Direktor Mathias Gantenbein sagt. Mit diesen neuen Parkflächen und Rollwegen will die Berner Flughafenbetreiberin die Verkehrsströme auf dem Belpmoos entflechten.

«Von Hochbauten wie Hangars ist aber in der ersten Phase noch nicht die Rede», sagt Flughafen-Direktor Mathias Gantenbein, «überhaupt geht es noch lange, bis die Bagger auffahren.» Den Flughafen der Bundesstadt benutzen sowohl Fluggesellschaften im Linien- und Charterflugbetrieb als auch die Privatfliegerei.

Mehrere Beschwerden eingereicht

Die kantonale Vereinigung gegen Fluglärm (VgF), die Sektion Bern des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS) und der WWF Bern wehren sich aber gegen die Genehmigung des BAZL mit einer gemeinsamen Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht. Die drei Organisationen haben bereits gegen das neue Betriebsreglement Beschwerde eingereicht.

Zusammen mit den von den Flughafenverantwortlichen geplanten Südanflügen werde die 4. Ausbauetappe zu mehr Fluglärm und Flugverkehr führen, sagt Martin Trachsel, Co-Präsident WWF Bern.

«Wir möchten mit der Beschwerde auch erreichen, dass über das Gesamtprojekt diskutiert wird und nicht immer nur über einzelne Ausbauschritte», so Trachsel weiter.

Flughafen-Direktor Mathias Gantenbein sagt, er bedaure den Schritt der drei Organisationen, weil er eine Verzögerung bedeute. Und es erschwere die Gespräche mit interessierten Investoren.

Südanflüge noch nicht genehmigt

Schon Mitte Januar 2014 hatte das Bundesamt für Zivilluftfahrt das Gesuch des Flughafens Bern für die Südanflüge öffentlich aufgelegt. Dagegen gingen über 200 Einsprachen ein. Dieses Gesuch werde voraussichtlich nicht vor Sommer 2016 genehmigt, gab BAZL-Sprecher Urs Holderegger auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA bekannt.

Ebenfalls aktuell sind Pläne der Flughafen Bern AG für eine Sanierung der Start- und Landepiste. Ab dem Jahr 2017 will die Flughafen Bern AG dann die eigentliche Pistensanierung vornehmen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Sahli (sahliu)
    Das Verhalten dieser Umweltverbände kann ich einfach nicht verstehen. Die SBB-Linie und die Autobahn durch das Aaretal machen ebensoviel Lärm und das erst noch rund um die Uhr. Als Anwohner in unmittelbarer An-und Abflug Schneisse stören mich diese Flüge überhaupt nicht. Stören die schweren Güterzüge die nachts bei gewissen Bauten quasi durch das Schlafzimmer rollen nicht? Seltsames Befinden. Hört dich endlich auf, immer am Flughafen rum zu nörgeln.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Missgunst, Neid und Hass auf jene, die mehr können und machen, als "Brot essen" und gegen alles Einspruch erheben! So könnte man das sich immer wiederholende Verhalten der Oeko-Leute nennen! Uebrigens, Herr Sahli, als ehemaliger Eisenbahner, hatte ich stets selber grosse Achtung (fast Hemmungen!), vor all den Menschen, direkt neben den Geleisen, die nachts die ratternden Güterzüge aushalten mussten! Das war wirklich echter, belastender Lärm, nicht die wenigen Starts und Landungen in Belp!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Beschwerden, Einsprüche, Verhinderung und dies alles von sogenannten "Oekoheinis", die ja laut eigenen Aussagen, weltlich offen sind und somit sehr oft in einem Flugzeug sitzen! Uebrigens: der Berliner (Auslandschweizer) SP-Nationalrat kommt bis zu 25 Mal mit dem Jet nach Bern-Belp und schätzt bestimmt einen reibungslosen und pünktlichen Flugplan....!
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