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Berner Schreinerei produziert Spuckschutzscheiben für andere Unternehmen
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 27.03.2020.
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Corona-Übersicht Kanton BE Berner Schreinerei produziert Spuckschutzscheiben

  • Berner Unternehmen setzen in der Corona-Krise auf innovative Ideen: Etwa die Herstellung von Spuckschutzscheiben oder der Verkauf von Gemüse im Blumenladen.
  • In der Stadt Bern sind am Wochenende besonders viele Polizisten unterwegs. Die Massnahmen des Bundesrates sollen so durchgesetzt werden.
  • Der Kanton Bern zählt 767 Corona-Fälle, neun Personen sind bisher am Virus gestorben. (Stand 28.03.2020)

Weitere Informationen

Samstag, 28. März, Neun Personen gestorben Der Kanton Bern hat seit Freitag ein weiteres Todesopfer in Folge der Corona-Pandemie zu beklagen. Inzwischen sind insgesamt neun Personen Opfer der Viruserkrankung Covid-19 geworden.

Insgesamt verzeichnete der Kanton Bern am Samstag 767 bestätigte Infektionsfälle, wie die Behörden im Internet mitteilten. Es sind dies 39 mehr als am Vortag.
Freitag, 27. März, Innovative Ideen von Berner Unternehmen: Die Corona-Krise zwingt Unternehmen zum Umdenken und führt zu kreativen Lösungen.

Zum Beispiel in Ostermundigen: Martin Kunz produziert in seiner Schreinerei neu Spuckschutzscheiben. Sie dürften zwar theoretisch noch normal arbeiten, aber 90 Prozent der Aufträge seien abgesagt oder verschoben worden. Deshalb stellt der Betrieb nun Spuckschutzscheiben her, die bei Detailhändlern oder in Büros am Empfang eingesetzt werden.

Zum Beispiel in der Berner Altstadt: Judica Altmann verkauft in ihrem Blumengeschäft neu Gemüse. Sie hat sich dafür mit einem Familienbetrieb aus dem Berner Seeland zusammengetan. Dank des Gemüseverkaufs darf ihr Geschäft offenbleiben, die Blumen müssen jedoch durch einen Vorhang verdeckt werden. Auf Bestellung werden sie jedoch nach Hause geliefert oder können draussen in einer Box abgeholt werden. Gerade in der jetzigen Zeit seien Blumen wichtig, so Altmann, denn «sie berühren die Seele.»

Frau in Blumenladen
Legende: Judica Altmann verkauft jetzt in ihrem Blumenladen Gemüse. Blumen dürfen nur noch auf der Gasse abgeholt werden. Elisa Häni/SRF

Katholische Kirche unterstützt Armutsbetroffene: Mit einer Million Franken will die Katholische Kirche Region Bern Armutsbetroffenen und Menschen am Rande der Gesellschaft unter die Arme greifen. Ziel sei es etwa, den Zugang zu Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs sicherzustellen und Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose zu erschliessen, heisst es in einer Mitteilung.

Viel Polizei am Wochenende in der Stadt Bern: Weil das schöne Wetter am Wochenende mehr Leute nach draussen locken könnte, verstärkt die Stadt Bern die Polizeipräsenz im öffentlichen Raum. Ziel ist es, den wegen der Corona-Pandemie geltenden Vorschriften durchzusetzen.

Zur Unterstützung der Polizei ist weiterhin das Infoteam der Stadt Bern unterwegs. Dieses animiert die Menschen im öffentlichen Raum zum Abstandhalten und hilft mit, Menschenansammlungen zu verhindern. Das teilt die Stadt Bern in einer Mitteilung mit.

Von Zusammentreffen wie Grillaktivitäten oder gemeinsamen Spielnachmittagen in Gruppen, namentlich am Aareufer und auf Spielplätzen, ist nach Angaben der Stadt abzusehen. Eine Verlagerung solcher Aktivitäten in den privaten Raum sei ebenfalls nicht gestattet.

Flybair verschiebt Startdatum: Die neue Berner Fluggesellschaft Flybair wollte eigentlich im Mai starten. Nun sollen die ersten Flugzeuge erst ab Juli ab Bern-Belp abheben. «Wie andere Fluggesellschaften und Tourismusunternehmen stellen auch wir seit ein paar Wochen einen deutlichen Buchungsrückgang fest», schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung. Fluggäste mit einem Ticket für einen Flybair-Flug zwischen dem 2. Mai und dem 30. Juni 2020 und die direkt bei Flybair gebucht haben, werden ab Ende März persönlich kontaktiert.

Verdachtsfälle schnell aufspüren: Wo stecken sich die Leute mit dem Coronavirus an? Die Behörden möchten es genauer wissen und bauen deshalb eine Datenplattform auf. Alle Personen sind gebeten, ein Formular auszufüllen. Dank der Plattform soll es möglich sein, eine Übersicht über die Ausbreitung des Virus zu erhalten.

Donnerstag, 26. März, Kanton Bern unterstützt Spitäler, Unternehmen und Tourismusorganisationen: Der Kanton Bern will Spitäler entlasten, die durch die Coronakrise Ertragsausfälle und zusätzliche Kosten haben. Zudem stellt er 35 Millionen Franken für die kantonale Standortförderung zur Verfügung. Damit sollen zum Beispiel innovative Projekte von kleineren und mittleren Unternehmen unterstützt und die Löhne von einzelnen Schlüsselpersonen gesichert werden. Auch die Tourismusbranche und gemeinnützige Organisationen aus den Bereichen Sport und Kultur sollen Geld erhalten.

Betreuungsangebot während Frühlingsferien: Die Berner Kantonsregierung hat entschieden, dass Lehrkräfte das Betreuungsangebot von Schulkindern während den Frühlingsferien fortführen sollen. Dies, um insbesondere im Gesundheitsbereich tätige Eltern zu entlasten, sagt Bildungsdirektorin Christine Häsler. Sofern diese Einsätze auf freiwilliger Basis erfolgten und bezahlt seien, sei dies eine faire Lösung, sagte eine Vertreterin des Berufsverbands der Berner Lehrerinnen und Lehrer gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Berg- und Talfahrt der Jungfraubahnen: Das Unternehmen präsentierte am Donnerstagmorgen seine Zahlen für das vergangene Jahr: Die Gruppe erwirtschaftete 2019 rund 53 Millionen Franken Gewinn, so viel wie noch nie. Aufgrund der Corona-Krise sind die Prognosen jedoch verhalten. Dennoch ist CEO Urs Kessler überzeugt, dass die V-Bahn wie geplant Ende 2020 eröffnet werden kann.

Eidgenössisches Parlament tagt auf BEA-Gelände: National- und Ständerat kommen am 4. Mai 2020 zu einer ausserordentlichen Session zusammen – auf dem Berner Messegelände Bernexpo. Behandelt werden ausschliesslich Geschäfte im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Stadt Biel verschickt keine Mahnungen: Bis Ende Juni wird die Bieler Stadtverwaltung bei offenen Rechnungen keine Mahnung verschicken. Für die Monate April, Mai und Juni stundet sie zudem die Miet- und Pachtzinse für Geschäftsräume im Besitz der Stadt. Das heisst, die Zinse können zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt werden. Zudem müssen Laden- und Restaurantbetreiber für die Nutzung von öffentlichem Grund zwischen Anfang Jahr und Juni keine Gebühren für Gemeingebrauch bezahlen.

Auch die Stadt Bern erklärt, dass Mieterinnen und Mieter von städtischen Lokalen oder Wohnungen ihre Miete später bezahlen können. Sie müssen dafür jedoch ein Gesuch stellen.

Schwierige Situation für Fahrende: Dass der provisorische Transitplatz für ausländische Fahrende in Gampelen im Berner Seeland vorerst geschlossen bleibt, stelle die Betroffenen vor eine schwierige Situation. Die Stiftung Zukunft Schweizer Fahrende fordert deshalb Übergangslösungen, etwa, dass Parkplätze von Badeanstalten genutzt werden dürfen. Der zuständige Regierungsstatthalter ist skeptisch: Er habe den Eindruck, dass momentan nicht viele ausländische Fahrende unterwegs seien.

Unterhaltungsprogramm für Affen im Dählhölzli: Die Tiere im Berner Tierpark Dählhölzli reagieren unterschiedlich auf das Ausbleiben von Besucherinnen und Besuchern. «Fischen ist es schnurzegal, Affen sind gelangweilt und Flamingos reagieren panisch», sagt der Tierparkdirektor Bernd Schildger. Um die Affen zu unterhalten, fährt Schildger persönlich mit dem Velo durchs Vivarium.

Siebtes Todesopfer: Im Kanton Bern ist eine weitere Person an der vom Coronavirus verursachten Krankheit Covid-19 gestorben. Es ist das siebte Todesopfer im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Kanton. Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten stieg auf 660. Das sind 36 mehr als am Mittwoch. Die Zahl der Infizierten war von Dienstag auf Mittwoch noch um 92 angestiegen.

Selbständig dank Corona: Drei junge Männer aus Biel haben die hohe Nachfrage nach Desinfektionsmittel genutzt, um sich selbstständig zu machen. Ganz so einfach ist das aber nicht. «Wir haben mehrere Anläufe gebraucht, bis das Desinfektionsmittel wirklich gut war», sagt David Eltschinger. Apotheken hätten geholfen, die richtige Rezeptur herauszufinden. Bisher haben die drei rund 650 Flaschen verkauft.

Keine Abstimmungen in Bern, Biel und Thun: Am 17. Mai findet in der Stadt Bern keine Abstimmung statt. Wann die beiden Abstimmungen «Baukredit Wohnüberbauung Reichenbachstrasse» und «Offenlegung der Finanzierung von politischen Parteien und Kampagnen» abgestimmt wird, ist noch offen, meldet die Stadt Bern.

Auch in Biel findet keine Abstimmung statt, teilt der Bieler Gemeinderat mit. Der Bieler Gemeinderat greift jedoch zum Notrecht, damit die Stadt eine Liegenschaft ohne Zustimmung des Volks kaufen kann. Die Stimmberechtigten hätten am 17. Mai über das Geschäft entscheiden sollen. Die Liegenschaft Mattenstrasse 90 werde dringend zur Sicherstellung des Schulraumbedarfs benötigt, schreibt der Gemeinderat zur Begründung.

Auch die Stadt Thun führt an diesem Datum keine Abstimmung durch. Die Quartierschulinitiative und die Vorlage zur Erweiterung vom Verwaltungsraum werden dem Volk zu einem späteren Zeitpunkt vorgelegt.

Kantonale Vorlagen gibt es im Kanton Bern aktuell nicht, deshalb ist keine Abstimmung nötig.

Mittwoch, 25. März, Eröffnung der Berner Asyl-Rückkehrzentren verzögert: Wegen des Coronavirus verzichtet der Kanton Bern vorerst darauf, Asylsuchende mit rechtskräftigem Wegweisungsentscheid in spezielle Rückkehrzentren zu bringen. Diese Zentren werden vorerst nicht eröffnet.

Wie die kantonale Sicherheitsdirektion am Mittwoch mitteilte, wird der Kanton vielmehr zusätzliche Asylunterkünfte eröffnen. Dies, um die Belegung in den aktuell fast voll ausgelasteten Asylunterkünften zu vermindern. Dort wird also mehr Platz geschaffen. Die Standorte der neu eröffneten Unterkünfte will sie so rasch wie möglich bekanntgeben.

Transitplatz Gampelen öffnet später: Den Fahrenden steht der provisorische Transitplatz in Gampelen in diesem Jahr später als vorgesehen zur Verfügung. Statt wie geplant am 1. April wird der Platz erst nach Beendigung der vom Bund ausgerufenen ausserordentlichen Lage eröffnet, also frühestens am 19. April.

Mitwirkung verlängert: Wegen des Coronavirus verlängert der Bund die Mitwirkung zum Gesamtkonzept für die Sanierung des ehemaligen Munitionslagers Mitholz BE. Statt bis Ende März können sich die Einwohner und Behörden bis Ende Mai zum Konzept äussern.

In Zeiten des Coronavirus sei die Meinungsbildung zum Konzept nicht gewährleistet, schreibt das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerung und Sport (VBS) in einer Mitteilung vom Mittwoch. Weiterhin vorgesehen ist, dass sich der Bundesrat noch im laufenden Jahr mit dem weiteren Vorgehen befasst.

SEF verschoben: Das Swiss Economic Forum (SEF) wird aufgrund der Corona-Pandemie verschoben. Der Anlass findet neu im September in Montreux am Genfersee statt. Da Gesundheitsexperten den Höhepunkt der Infektionswelle des Coronavirus im Mai prognostizieren und das Wirtschaftsforum just dann hätte über die Bühne gehen sollen, sahen sich die Veranstalter gezwungen, das SEF zu verschieben, wie die «Berner Zeitung» am Dienstag auf ihrem Onlineportal berichtete.

Das Swiss Economic Forum wird sowohl zeitlich wie auch räumlich verschoben. Zeitlich wird die Veranstaltung auf den 2. und 3. September 2020 gelegt. Da zu diesem Zeitpunkt im bisherigen Veranstaltungsort Interlaken nicht mehr genügend Raum- und Hotelkapazitäten frei sind, zieht der Anlass einmalig nach Montreux.

Dienstag, 24. März, wie Einkaufshilfe funktioniert: Frau Mathe ist Seniorin. Zusammen mit ihrem Mann lebt sie in Biel. Jetzt, wo sie beide zur Risikogruppe gehören, gehen sie nicht mehr nach draussen. «Wissen Sie, wir würden eine Ansteckung nicht überleben», sagt Frau Mathe. Über das Bieler Projekt «Solidarité» hat sie Hilfe gefunden: Tabea Schär und Nicola Kaeslin erledigen für sie den Einkauf.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, diverse Sendungen ab 16.03.2020, 17:30 Uhr; sda/pret;gygm;liec;kocm;vwam;marl;pret

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