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So wollen Alters- und Pflegeheime und Spitexorganisationen zusammenarbeiten
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 27.03.2020.
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Corona-Übersicht Kanton FR Hotlines sind überlastet, nun gibts eine neue

  • Es gibt eine neue Hotline für Alltagsfragen.
  • Der Kanton organisiert Koordinationsstellen für die Betreuung von besonders gefährdeten Personen und Risikopatienten.
  • Der Kanton Freiburg zählt 369 Corona-Fälle, 50 Infizierte befinden sich in Spitalbehandlung. 15 Personen sind bisher in Folge des Virus gestorben. (Stand 27.3.2020)

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Sonntag, 29. März, Hotline zu Alltagsfragen: Das kantonale Führungsorgan lanciert am Montag eine neue Hotline, über die alle Fragen der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Alltag im weiteren Sinn beantwortet werden. Dank dieser Hotline sollten diejenigen für gesundheitliche und wirtschaftliche Probleme entlastet werden.

Die Nummer ist: 026 552 60 00. Die Hotline für Gesundheitsfragen lautet 084 026 17 00. Für die Wirtschaft gibt es folgende Nummern: «Darlehen und Bürgschaften» 061 202 02 04 und 026 304 14 10, «Kurzarbeit» 026 305 96 57.

Freitag, 27. März, Freiburger Pharmaunternehmen stellt Produktion um: UCB Farchim produziert an seinem Standort in Bulle neu auch Desinfektionsmittel. Es arbeitet dabei mit Angehörigen der Freiburger Hochschule für Technik und Architektur zusammen, welche das Mittel in kleine Fläschchen abfüllen. Am Donnerstagabend konnten so bereits 4000 Liter bereitgestellt werden, schreibt der Kanton Freiburg. UCB Farchim ist auf Medikamente in den Bereichen Allergie, Epilepsie und Autoimmunerkrankungen spezialisiert.

Freiburger Nachrichten setzen auf Kurzarbeit: Nebst zahlreichen weiteren Unternehmen hat auch die Lokalzeitung Freiburger Nachrichten ein Gesuch für Kurzarbeit eingereicht. Es sei mit einem «sehr erheblichen Einbruch der Werbeumsätze zu rechnen», schreiben die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat in einer Mitteilung. Bereits ab nächster Woche gehe ein Teil des Personals ganz oder teilweise in Kurzarbeit.

Alters- und Pflegeheime sowie Spitex arbeiten zusammen: Die Institutionen haben Koordinationsstellen gebildet, die entscheiden, wie mit Corona-Verdachtsfällen in Heimen umgegangen wird. Daran beteiligen sich auch Ärztinnen und Ärzte. Zum Teil müsse eine ganze Abteilung isoliert werden, so die Verantwortlichen. Unter den insgesamt 2800 Bewohnerinnen und Bewohnern von Heimen in Freiburg gebe es rund 50 Corona-Verdachstfälle.

Keine Ampeln für Freiburger Fussgänger: Zur Bekämpfung des Coronavirus stellen die Freiburger Stadtbehörden die Ampeln an Fussgängerstreifen ab. «Damit soll verhindert werden, dass die Passanten den Knopf für Grün drücken und sich anstecken», sagt der zuständige Gemeinderat Pierre-Olivier Nobs. Es werden jedoch nicht alle Ampeln abgestellt, sondern nur dort, wo es möglich ist. Bei rund 20 Anlagen ist das der Fall. Zudem habe sich der Verkehr in der Stadt seit der Krise verringert, so Nobs.

Donnerstag, 26. März, Staatsrat präzisiert, wer Anrecht auf eine externe Kinderbetreuung hat: Es sind dies Familien, bei denen ein Elternteil im Gesundheits- oder Sicherheitsbereich arbeitet. Oder Familien, bei denen beide Elternteile unterrichten oder in einem Bereich arbeiten, der für das Funktionieren der Gesellschaft wesentlich ist. Alleinerziehende Eltern, die einen Beruf in diesen Bereichen ausüben, haben während der Tage, an denen sie die Kinder betreuen, Anrecht darauf. Bei besonderen Umständen seien Ausnahmen möglich, schreibt der Kanton.

Zahl der Todesopfer gestiegen: Von Mittwoch auf Donnerstag stieg die Zahl der Todesopfer um fünf Personen. 11 Personen sind im Kanton Freiburg bisher an den Folgen des Coronavirus gestorben. Der Kanton zählt 309 Ansteckungen und 44 hospitalisierte Personen.

Mittwoch, 25. März, 300 Zivilschutzleistende helfen aus: Ab Mittwoch sind laut Mitteilung des Kantons gegen 300 Zivilschutzpflichtige im Kampf gegen Covid-19 aktiv. Ab Sonntag werden es doppelt so viele sein. Mit ihrer besonderen Ausbildung für eine Pandemie werden sie das Spital und zahlreiche Pflegeheime bei Verwaltungs-, Triage- oder haushälterischen Aufgaben entlasten.

Empfehlungen zur Abfallentsorgung: Der Kanton Freiburg hat für die Bevölkerung, wie auch für die freiburgischen Gemeinden Empfehlungen, wie sie während der Corona-Krise mit dem Abfall umgehen sollen. Die Gemeinden werden daran erinnert, dass die Entsorgung verderblicher und unsauberer Abfälle wie Haushaltskehricht und organischer Haushaltskehricht während der gesamten Krisenzeit sichergestellt werden muss.

Haushalte mit kranken oder unter Quarantäne stehenden Personen müssen auf die übliche Sortierung von PET, Aluminium und Papier verzichten. Diese Abfälle müssen mit dem Haushaltskehricht entsorgt werden, um eine Übertragung des Virus auf diesem Weg zu vermeiden.

Wie weiter mit den Lernenden? Die Behörden des Kantons Freiburg haben sich am Mittwoch dazu geäussert. Dabei wird viel Wert darauf gelegt, dass Jugendliche, die im Sommer eigentlich ihre Lehre oder Berufsmaturität abschliessen würden, dies trotzdem tun können sollen. Die Lehrabschlussprüfungen sind bis auf Weiteres suspendiert. Es wird aber nach Lösungen gesucht, wie sie stattfinden können, ohne dass es Qualitätseinbussen gibt.

Gleichzeitig soll es auch nächstes (Lehr-)Jahr die Möglichkeit geben, eine Lehre zu beginnen. Auch hier wird eine landesweite Koordination angestrebt. So werden zurzeit Massnahmen ausgearbeitet, die die Rekrutierung erleichtern sollen.

Murten schafft Koordinationsstelle für Hilfe: Murten hat eine Koordinationastelle geschaffen, bei sich sich sowohl ältere Menschen oder Risikopatienten melden, wenn sie Hilfe brauchen, aber auch Freiwillige, die Hilfe anbieten. «Es gibt Leute, die nicht vernetzt sind oder in einem anonymeren Quartier wohnen», sagt Stadtschreiber Bruno Bandi. Damit will Murten auch verhindern, dass es zu Missbräuchen bei der Hilfe kommt.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, diverse Sendungen ab 16.03.2020 17:30 Uhr; sda/pret;gygm;muep;kocm

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