Zum Inhalt springen

Header

Audio
So funktioniert der Einkaufsservice des EHC Visp
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 27.03.2020.
abspielen. Laufzeit 04:12 Minuten.
Inhalt

Corona-Übersicht Kanton VS Fast keine Züge mehr nach Italien

  • Die SBB fährt nicht mehr nach Italien, BLS-Züge sind noch unterwegs.
  • Politiker wollen eine vorübergehende Schliessung von Baustellen wegen der Corona-Pandemie.
  • Der Swiss-League-Klub EHC Visp bietet einen Einkaufsservice für Risikopersonen an.
  • 20 Personen sind bisher im Kanton Wallis an den Folgen des Coronavirus gestorben. 808 Anstecken sind registriert, 104 Personen befinden sich in Spitalpflege. (Stand 27.3.2020)

Weitere Informationen

Sonntag, 29. März, SBB fährt nicht mehr nach Italien: Die SBB hat den grenzüberschreitenden Reiseverkehr von und nach Italien wegen Anordnungen der italienischen Behörden bis auf Weiteres eingestellt.

Nebst dem grenzüberschreitenden Regionalverkehr sind drei EC-Züge betroffen: Die Strecke Basel-Brig-Mailand, Genf-Brig-Mailand und Zürich-Mailand. Diese Züge werden in Brig VS respektive Chiasso TI gewendet.

Die Regioexpresszüge der BLS von Bern via Brig nach Domodossola fahren derzeit noch. Die Bahn verweist aber auf den Onlinefahrplan. Die Situation könne sich rasch ändern, sagte eine BLS-Sprecherin auf Anfrage von SRF News.

Samstag, 28. März, Walliser Politiker fordern Schliessung von Baustellen: Im Kanton Wallis engagieren sich fünf Politiker verschiedener Parteien gemeinsam für eine vorübergehende Schliessung von Baustellen wegen der Corona-Pandemie. Öffnen sollen nur Baustellen, auf denen die Hygieneregeln durchgesetzt werden.

Es sind die vier Nationalräte Mathias Reynard (SP), Jean-Luc Addor (SVP), Sidney Kamerzin (CVP), Christophe Clivaz (Grüne) und Stéphane Ganzer (FDP), Gemeindepräsident von Veyras. Die fünf Politiker veröffentlichten ihre Forderung in der Zeitung «Le Nouvelliste» in einem gemeinsam unterzeichneten Artikel.

Problematische Arbeiten auf Baustellen müssten für eine noch zu bestimmende Zeit eingestellt werden, sagte Mathias Reynard am Samstag zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Wieder eröffnet werden dürfen danach nur Baustellen, die die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfohlenen Hygienemassnahmen einhalten können. Ein solcher Walliser Alleingang ist rechtlich nicht ausgeschlossen.

Botschaften am Matterhorn: Verschiedene Botschaften und Bilder werden derzeit ans Matterhorn projiziert. Der verantwortliche Lichtkünstler Gerry Hofstetter erzählt, weshalb das während der Coronakrise Menschen in aller Welt Hoffnung gibt.

Freitag, 27. März, Mannschaft und Staff des EHC Visp helfen beim Einkauf: Der Swiss-League-Klub bietet einen Einkaufsservice für Risikopersonen an. Das Angebot richtet sich vor allem an Leute aus der Umgebung von Visp, Brig und Naters. «Wir hatten nichts mehr zu tun und haben uns deshalb gefragt, wo wir aushelfen können», sagt Geschäftsführer Sébastien Pico. Im Einsatz stehen Spieler der ersten Mannschaft und Mitglieder des Staffs. Für die Spieler sei dies ein ideales Fitnessprogramm, sagt Pico mit einem Augenzwinkern.

Leere Eishalle
Legende: Das Eis ist geschmolzen, die Ränge sind leer: Die Eishalle in Visp. Priska Dellberg/SRF

Kantonspolizei verteilt Bussen und Anzeigen: Seit den beschlossenen Massnahmen von Bund und Kanton hat die Polizei bislang 25 Strafanzeigen und 206 Ordnungsbussen vereilt. Die Anzeigen betreffen hauptsächlich Geschäfte und öffentliche Betriebe. Die Bussen wurden gegen Personen verhängt, welche die soziale Distanz nicht einhielten oder das Verbot, mehr als fünf Personen zu versammeln, missachteten. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung würde sich jedoch vorbildlich an die Weisungen halten, schreibt die Walliser Kantonspolizei.

Donnerstag, 26. März, Kanton beschliesst Unterstützungsprogramm im Wert von 200 Millionen Franken: So dürfen Walliser Firmen etwa bei Bankkrediten die Hilfe des Kantons in Anspruch nehmen. Bereits bestehende Kredite müssten nicht vor Ende Jahr zurückbezahlt werden. Die Regierung wolle auch Kredite vergeben, die nicht zurückbezahlt werden müssten. Ein Konzept dazu liege jedoch noch nicht vor. Zudem sollen Walliser Bäuerinnen und Bauern die erste Tranche der Direktzahlungen zwei Monate früher erhalten (Mitte April statt Mitte Juni).

Mittwoch, 25. März, Mahlzeitendienst trotz Problemen: Auf einen Schlag hatte es plötzlich praktisch keine Fahrerinnen und Fahrer mehr, die für den Mahlzeitendienst Essen ausliefern konnten. Die meisten gehörten selbst zur Risikogruppe des Coronavirus. Nach einem Aufruf des Sozialmedizinischen Zentrums meldeten sich aber über 100 Freiwillige. Lohn gibt es nicht, nur eine Kilometerentschädigung. Der Dienst ist allerdings gerade jetzt besonders wichtig für Seniorinnen und Senioren, die das Haus nicht verlassen sollten. Im Oberwallis werden rund 3200 Mahlzeiten pro Monat ausgeliefert.

Was die Zivilschützer tun: Kranke zu betreuen sei schwierig. Stattdessen fokussiert der Zivilschutz darauf, ein System aufzubauen, damit alle Menschen zuhause betreut werden. Da sei insbesondere die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gemeinden wichtig. Zudem hilft der Zivilschutz mit beim Mahlzeitendienst.

Valentin Cina, Kommandant des Walliser Zivilschutzamtes, sagt: «Im Moment haben wir den Laden im Griff. Wir sind bereit, wenn die Belastung zunimmt. Bis ganz sicher Ende Mai sind wir immer mit mindestens 200 Personen im Einsatz.»

Dienstag, 24. März, Spitäler müssen zusammenarbeiten: Private und öffentliche Spitäler sollen zusammenarbeiten und Ressourcen bündeln. Das hat der Kanton Wallis lauut Mitteilung entschieden. So bereitet der Kanton sein Gesundheitssystem aktiv auf die Bewältigung eines Ansturms von Patienten mit dem Coronavirus vor. Das vorübergehend eingerichtete Spitalnetz ermöglicht es, 300 zusätzliche Betten freizugeben. Bei Bedarf kann diese Zahl auf mehr als 500 Betten erhöht werden.

Als Zeichen der Hoffnung: Die Gemeinde Zermatt beauftragt den Lichtkünstler Gerry Hofstetter, das Matterhorn zu beleuchten. Ab Dienstag gibt es täglich ab Sonnenuntergang bis 23:00 Uhr eine Lichtshow zu sehen, sofern es die Wetterbedingungen zulassen. Zermatt will laut Mitteilung mit der Beleuchtungs-Aktion den Menschen in dieser schwierigen Zeit der Coronavirus-Pandemie ein Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit vermitteln. Ganz nach dem Motto «Licht ist Hoffnung».

In Verbier reagiert man gelassen: Der Gemeindepräsident von Bagnes, Eloi Rossier, sagt gegenüber Radio SRF, die Stimmung im Dorf sei ruhig. Die Polizei soll jetzt vermehrt kontrollieren, ob sich die Bevölkerung an die Regeln des Bundesrates hält. Man schaffe es auch ohne Quarantäne. Er glaube nicht, dass Verbier mehr unter dem Corona-Virus leide als andere Gemeinden.

Im Dorf gibt es rund 60 Infizierte. Deshalb forderten Ärztinnen und Ärzte, dass der Bundesrat das ganze Dorf unter Quarantäne stellt. Doch: «Der Bundesrat will kein ganzes Dorf unter Quarantäne stellen», sagt der Walliser Staatsratspräsident Roberto Schmidt gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF. Gesundheitsminister Alain Berset habe klar gesagt, wieso der Bundesrat gegen eine Quarantäne im Grundsatz sei. Es führe nur zu neuen Problemen, wenn man die Leute einsperren würde. Erfahrungen in anderen Ländern hätten gezeigt, dass dies zu Suizidgedanken oder häuslicher Gewalt führen könne.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, diverse Sendungen ab 16.03.2020 17:30 Uhr; sda/liec;haee;pret;marl;gygm;kocm

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.