Das Aus für die Kiesgrube Tentlingen?

Seit Jahren streiten sich im freiburgischen Tentlingen Befürworter und Gegner wegen einer geplanten Kiesgrube. Der Kanton hat nun das Verfahren ausgesetzt – ob es überhaupt wieder aufgenommen wird, ist offen.

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Bildlegende: Hier beim Dorfeingang von Tentlingen ist die Kiesgrube geplant. Patrick Mülhauser/SRF (Archiv)

Es ist eines der umstrittensten Projekte im Freiburger Sensebezirk: Seit Jahren streiten sich Anwohner mit dem Gemeinderat und einer Betonfirma, die beim Dorfeingang eine Kiesgrube betreiben will.

Nun konnten die Gegner einen Teilerfolg verbuchen: Der Kanton hat entschieden, das Bewilligungsverfahren auszusetzen, da wichtige Informationen fehlen würden. Zum Ärger von Gemeindepräsidentin Antje Burri: «Der Staatsrat schiebt das auf die lange Bank, das spielt den Gegnern in die Hände.»

Neue Mehrheiten im Gemeinderat

Der Tentlinger Kiesgrube steht noch eine weitere Hürde im Weg: Die neuen Mehrheiten im Gemeinderat. Bei den Wahlen im Februar sind die Kiesgrubengegner in den Gemeinderat eingezogen. Und da dieser über die nötige Zonenplanänderung für die Kiesgrube befinden muss, hat sich das Blatt möglicherweise gewendet.

«Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auf einem guten Weg sind», sagt Kiesgrubengegner André Schorro, Präsident des Vereins «Zukunft Tentlingen» Die Betonfirma Vigier, die diese Kiesgrube betreiben will, wollte den Entscheid des Kantons, das Verfahren auszusetzen, nicht kommentieren.