Das Gaswerkareal - Berns umkämpfte Brache

Die Überbauung des Berner Gaswerkareals gibt zu reden. Das stillgelegte Gelände des ehemals städtischen Gaswerks ist teils Naherholungsraum, teils Sperrgelände. Nun wird in einem ersten Schritt geplant, wie die unterschiedlichen Nutzungsansprüche in einem Projekt vereint werden könnten.

Das Berner Gaswerkareal von der Monbijoubrücke aus gesehen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Verschmutzte Brache, Materialdepot, Jugendzentrum, Naherholungsraum: Das Berner Gaswerkareal wird vielseitig genutzt. SRF

Lange schon liegen Teile des Berner Gaswerkareals hinter Gitterzäunen verschlossen. Bevor das Areal von Energie Wasser Bern (EWB) neu gestaltet werden kann, muss es von Altlasten befreit werden. Andere Teile des weitläufigen Gebiets an zentraler Lage an der Aare dienen als Erholungs- und Freizeitraum. In einer Gesamtplanung soll nun versucht werden, die unterschiedlichen Nutzungsansprüche unter einen Hut zu bringen.

Federführend in dieser Planung ist die Berner Bauunternehmung Losinger Marazzi. Sie wurde von der Grundeigentümerin, von Energie Wasser Bern, mit einer Testplanung beauftragt. Klar ist, dass die Firma später selber gerne auf dem Gaswerkareal bauen möchte: Wohnungen, Geschäfte, Freizeitanlagen und sogar eine Schwimmhalle. Wie Stadtpräsident Alexander Tschäppät gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF sagt, sei Losinger Marazzi sicher in einer guten Ausgangslage. Ob die Berner Bauunternehmung allerdings den Zuschlag erhält, wird vom künftigen Landeigentümer bestimmt.

Die Stadt Bern, als Besitzerin von EWB, geniesst ein Vorkaufsrecht für das Areal. Politiker drängen darauf, dass die Stadt das Gebiet erwerben soll - einige zweifeln jedoch daran, dass es gelingt.