Deponie Teuftal nimmt verseuchte Erde aus dem Wallis

Unter anderem aus ökonomischen Gründen ist die Deponie Teuftal bei Bern prädestiniert für die Aufnahme von quecksilberverseuchtem Material aus dem Kanton Wallis. Kurze Anlieferungswege machen den Ausschlag. Bereits seien mehrere tausend Tonnen entsorgt worden.

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Bildlegende: Hier wird der dreckige Boden gelagert: Deponie Teuftal. zvg

Deponiegebühren und Transportkosten sind mitentscheidend, ob eine Entsorgungsstelle Abfall übernehmen kann oder nicht. Für die quecksilberverseuchten Böden aus dem Kanton Wallis liegt die Deponie Teuftal bei Bern am nächsten.

Daher landeten bereits seit letztem Jahr mehrere Tausende Tonnen Aushub aus der durch die Chemiefabrik Lonza verschmutzen Gegenden auf der Deponie zwischen Bern und Kerzers. Anlagen-Chef Beat Walker sagt im Gespräch mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF, im Wallis gebe es keine Deponie für mittelschwer verseuchte Böden.

Leicht verschmutztes Material landet auf gewöhnlichen Bauschuttdeponien. Schwer kontaminiertes Material auf Sondermüllanlagen im Ausland. Wie der «Walliser Bote» schreibt, handelt es sich bisher um das beim Bau der A9 angefallene Material. Das rund um den Grossgrundkanal festgestellte Material ist noch nicht abgetragen.