Der aussichtslose Kampf gegen den schwindenden Gletscher

Für das Sommerskifahren in Saas Fee sind immer grössere Anstrengungen nötig. Diese rechnen sich nicht, werden aber weiter gemacht. Auch aus Imagegründen.

Sommerskifahren in Saas Fee ist seit fünf Jahren markant rückläufig. Denn der Trend ist schon lange vorbei: Anders als früher fahren heute praktisch nur noch die Profis im Hochsommer auf dem Gletscher. Trotzdem wird enorm viel Arbeit und Geld in die Präparation der Sommerskipiste gesteckt.

Steigender Aufwand für weniger Gäste

Im Moment arbeiten rund 20 Angestellte der Saas-Fee Bergbahnen daran, das Skigebiet für den Sommerskibetrieb bereitzustellen.

Bis die Bahnen Ende Juli wieder geöffnet werden, bleibt sehr viel zu tun. Denn der Klimawandel hat massive Auswirkungen: «In den letzten Jahren hat der Gletscher 25 Meter an Dicke eingebüsst», sagt Lars Hofer gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis».

Der Pistenchef und seine Arbeiter müssen deshalb immer mehr tiefe Spalten auffüllen. Die Übergänge vom Fels auf das Eis werden eingeebnet. Die Masten der Skilifte müssen alle zwei Wochen versetzt werden, damit sie durch die Bewegung des Gletschers nicht kippen.

In der nächsten Woche werden rund 20'000 Quadratmeter Gletscherabdeckfolie ausgelegt. Diese Folie soll vor der heissen Sommersonne schützen. «Ein Tropfen auf den heissen Stein», weiss Lars Hofer. Der Pistenchef und Bergführer macht sich keine Illusionen. «Wir werden den Kampf gegen die Natur langfristig verlieren.»