Der Behindertenbereich kommt mit einem blauen Auge davon

Der bernische Grosse Rat sieht von massiven Kürzungen im Behindertenbereich ab. Gespart werden sollen rund drei Millionen Franken und nicht wie von der Regierung vorgeschlagen gut 15 Millionen Franken.

Ein Mann in einem Rollstuhl in einem Bus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Behinderte können etwas aufatmen: Im Behindertenbereich wird weniger gespart als von der Regierung vorgeschlagen. Keystone

«Man muss weder der SP noch den Grünen angehören, um zu sehen, dass diese Massnahme zu radikal ist», sagte Jakob Etter namens der BDP am Donnerstag im Rat. Die bürgerlich dominierte Finanzkommission hatte den Antrag gestellt, statt 17,5 nur rund drei Millionen Franken zu sparen.

Sie sei froh um diesen Antrag, sagte Christine Schnegg von der EVP. Der Antrag entschärfe die Sparmassnahme, fordere aber auch einen verkraftbaren Beitrag. Einsparungen von drei Millionen Franken seien tragbar, «auch wenn wir in diesem Bereich am liebsten gar nichts kürzen würden», sagte auch die Freisinnige Kathrin Zumstein.

Der Antrag der Finanzkommission wurde im Rat mit 149 Stimmen ohne Gegenstimme angenommen.