Der Cocktail-Weltmeister aus Bern hat ausgeschüttelt

Andy Walch (27) wurde Schweizermeister und Weltmeister mit einem eigens kreierten Cocktail. In Bern gibt es diesen aber nicht mehr zu geniessen, Walch kehrt der Bar im Hotel Schweizerhof den Rücken: «Man soll gehen, wenn es am schönsten ist», sagt er im Gespräch.

Andy Walch im Portrait. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Nicht alles, was einem die Gäste an der Bar erzählen, will man auch hören»: Andy Walch. Matthias Haymoz/SRF

«Für mich ist ein guter Cocktail, wenn er nicht zu süss und etwas kräftiger ist», sagt Andy Walch. Seit zehn Jahren mixt er Drinks hinter der Bar, seit sechs Jahren nimmt er auch regelmässig an Wettbewerben teil. «Mit der Zeit hat man das Feingefühl, um zu wissen, was die Jury mag.»

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«Golden Temptation»

4,0 cl Gin
1,5 cl Apple Sour
0,5 cl Grand Marnier
0,5 cl Cinzano Extra Dry

Walch triumphierte mit einer Eigenkretation, «dem Golden Temptation: mit ein bisschen Gin, saurem Apfellikör, Grand-Mariner und einem trockenen Wermut». Und sagt dies nicht ohne Stolz, denn «etwas Neues zu kreieren ist schwierig, es gibt schon so viel».

In Bern ausgeschüttelt

Der gebürtige Österreicher Andy Walch landete via St. Moritz, Bad Ragaz und England in Bern. Zuletzt stand er hinter der Bar des Hotels Schweizerhof, welches er aber im Dezember verlassen hat.

«Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist», schmunzelt Walch, der künftig Botschafter für Spirituosen sein wird. Einen Cocktail-Tipp für Silvester? «Den Golden Temptation natürlich», lacht er. «Und eine Bloody Mary am Morgen danach gegen den Kater.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:32 / 12:03 Uhr)