«Der Freiburger Staatsrat muss aufpassen»

Das Staatspersonal will nicht, dass der Kanton auf Kosten der Angestellten 200 Millionen Franken spart. Eine Grossdemonstration ist geplant.

Angestellte an der Delegiertenversammlung Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: An der Delegiertenversammlung entscheiden die Angestellten, auf die Strasse zu gehen. SRF

Die Freiburger Regierung zeichnet für den Kanton eine düstere finanzielle Zukunft. Deshalb hat sie kürzlich ein Sparpaket von rund 400 Millionen Franken vorgestellt. Die Hälfte davon betrifft das Staatspersonal.

Die Angestellten müssen eine Lohnkürzung in Kauf nehmen, auf den Teuerungsausgleich verzichten und künftig viel länger arbeiten, um auf das Lohnmaximum zu kommen. «Dem Staatsrat mangelt es an Respekt gegenüber dem Personal», sagte eine Lehrerin an der Delegiertenversammlung des Staatspersonals am Mittwoch.

11 Jahre lang verzeichnete Freiburg einen Staatsüberschuss und konnte 900 Millionen Franken Vermögen anhäufen. «Jetzt will man uns weismachen, dass beim Personal gespart werden muss», klagt ein Gymnasiallehrer. Das könne man nicht hinnehmen. Das Staatspersonal fühlt sich vor den Kopf gestossen.

Der Staatsrat müsse die Massnahmen zurücknehmen, fordert die Delegiertenversammlung in einer Resolution. «Man zieht nicht mit Kriegern in den Krieg, die nicht motiviert sind», sagte Bernard Fragnière, Präsident des Dachverbandes des Staatspersonals, im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Der Staatsrat müsse aufpassen, droht er. Am Freitag in einer Woche findet in der Freiburger Innenstadt eine Demonstration statt.