Der Solarbauer Meyer Burger ist noch nicht über den Berg

Trotz mehr Aufträgen Ende 2013 schliesst die Rechnung des Solartechnik-Unternehmens mit einem Verlust von rund 163 Millionen Franken.

Die Fabrik von Meyer Burger mit grossen Solarpannels. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bei Meyer Burger herrscht noch nicht eitel Sonnenschein, die Rechnung 2013 schliesst mit einem Verlust. Keystone

Meyer Burger rechnet damit, dass die Durststrecke dieses Jahr noch andauert. In der Gewinnzone sei man wohl ab 2015, sagt Konzernchef Peter Pauli. «Wir können dem Markt neue Impulse geben dank neuer Technologien, aber das wirkt sich erst nächstes Jahr aus.» 2013 brachte dem Unternehmen zwar mehr Aufträge und weniger Kosten, aber auch sinkende Umsätze und einen Jahresverlust von 162 Millionen Franken. Jetzt holt sich Meyer Burger 4,8 Millionen Franken neues Aktienkapital mit Hilfe der Grossbanken CS und UBS.

Stadt Thun hofft auf Gewinn von Meyer Burger

Die Stadt Thun unterstützt ihre Betriebe mit guten Rahmenbedingungen, ist aber auch von ihnen abhängig. Die Rechnung der Stadt schliesse natürlich besser, wenn es Meyer Burger gut gehe, sagt der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz. Im Moment budgetiere Thun aber nicht mit Steuereinnahmen von Meyer Burger.

Obwohl Meyer Burger in einem internationalen Umfeld tätig ist, will das Solartechnik-Unternehmen in Thun bleiben. Das Unternehmen hat vor zwei Jahren 50 Millionen Franken in eine neue Fabrik investiert.