Grund und Boden Der Umgang mit dem Eigentum ist eine Frage der Werthaltung

Der Hauseigentümerverband Bern und Umgebung feiert sein 100-Jahr-Jubiläum. Seine Mitglieder sind zum Beispiel Haus- und Liegenschaftsbesitzer, Genossenschaften oder Investoren. Er ist zwar gross und einflussreich, jedoch nicht die einzige Organisation, die die Interessen der Eigentümer vertritt.

    • 1.
      Hauseigentümerverband – gross und einflussreich
      13'000 Mitglieder zählt der Hauseigentümerverband Bern und Umgebung. Er ist im Raum Bern einer der grössten und einflussreichsten Verbände überhaupt. Er setzt sich für mehr Eigenverantwortung und weniger staatliche Regulierung ein.
      Lukas Manuel Herren blickt in die Kamera. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Lukas Manuel Herren vertritt die Mitglieder des Hauseigentümerverbands. Christian Liechti/SRF

      Der Hauseigentümerverband warnt immer wieder vor zu starker Regulierung durch den Staat. Besonders dann, wenn es die Freiheiten und die Rechte der Eigentümerinnen und Eigentümer zu stark einschränkt. So wehrt sich der Verband zum Beispiel auf kantonaler Ebene gegen das neue Energiegesetz. Es geht ihm zu weit, wenn Neubauten einen Teil ihres Strombedarfs selbst decken oder wenn Ölheizungen ganz verboten werden sollen. Diese Vorschriften seien überbordend und nicht überall anwendbar. Der Hauseigentümerverband wehrt sich auch dagegen, dass die Neubewertung der nicht-landwirtschaftlichen Gründstücke zu hoch ausfällt und die Eigentümer deshalb mehr Steuern bezahlen müssen.

    • 2.
      Hausverein – klein und bescheiden
      Der Hausverein zählt schweizweit rund 13'000 Mitglieder. Sie sind besonders an ökologischen Themen interessiert und wollen ein faires Verhältnis zwischen Eigentümern und Mietern pflegen.
      Jürg Wittwer in seinem Büro. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Jürg Wittwer vom Hausverein. Er vertritt schweizweit rund 13'000 Mitglieder. Christian Liechti/SRF

      Die Geschäftsstelle des Hausvereins ist im Berner Bollwerk: vor der Türe die Reitschule, im Hinterhof das Regionalgefängnis. Der Hausverein bäckt im Vergleich zum Hauseigentümerverein kleine Brötchen; schweizweit zählt er 13'000 Mitglieder. Der Hausverein setzt sich zum Beispiel ein für einen haushälterischen Umgang mit dem Boden, für klimafreundliches Bauen oder für faire Mieten. Er unterstützt das neue Energiegesetz des Kantons Bern, so wie es die Regierung vorgeschlagen hat; also mit einem Verbot von Ölheizungen. Er unterstützt den Atomausstieg und den gemeinnützigen Wohnungsbau.