Der Walliser Milchverband prüft eine Integration in die Cremo

Noch ist Valait rentabel, aber für die Zukunft eher zu klein. Die Frage ist, wie viel Selbstbestimmung sich der Walliser Milchverband erhalten kann.

Noch schreibt Valait schwarze Zahlen. Und der Walliser Milchverband hat zum Beispiel mit dem Raclette AOC auch sehr gut laufende Produkte. Aber er ist im Schweizer Vergleich ein Kleiner: Valait verarbeitet jährlich rund 50 Millionen Kilo Milch und ist damit rund 10 mal kleiner als die Westschweizer Cremo.

Darum – so heute der Vorstand von Valait an der Delegiertenversammlung in Savièse – müsse man sich vertieft Gedanken machen über die Zukunft. Seit Monaten prüft eine Arbeitsgruppe verschiedene Möglichkeiten.

Dazu gehöre auch der Totalverkauf, sagt Verbands-Vizepräsident Max Stalder: «Der Status Quo lässt uns zwar die Selbstständigkeit, aber wir müssen uns fragen, ob wir mit unserer Grösse künftig noch konkurrenzfähig sind.» Vor allem fraglich sei, ob Valait die Grösse und die Reserven hat, um die nötigen Investitionen in die Zukunft zu tätigen.

Geprüft wird insbesondere ein Integrationsmodell mit der Cremo. Dieses würde es erlauben, die Walliser Milch auch weiterhin im Wallis zu verarbeiten und die Spezialitäten wie Raclette-Käse auszubauen: «Bei diesem Modell müssten wir allerdings einen Teil unserer Selbstständigkeit aufgeben und das schmerzt natürlich», sagt Max Stalder von Valait.

Der Vorstand informierte die Delegierten am Freitag über die verschiedenen Möglichkeiten. In den kommenden Monaten werde man die Modelle Status Quo, Totalverkauf und Integration in die Cremo weiter vertieft studieren und in etwa einem halben Jahr den Delegierten einen Vorschlag zum Entscheid unterbreiten.