Die Berner Dokfilmerin Leila Kühni macht ein Ende zum Anfang

Jaime Romagosa war mit seinem Buchantiquariat Jahrzehnte lang am Berner Hirschengraben zuhause. Als er seinen Laden im hohen Alter schloss, war es das Ende einer kleinen Berner Institution. Und der Anfang des Dokfilms «Der Antiquar am Hirschengraben» von Leila Kühni.

Leila Kühnis im Portrait. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Leila Kühnis Film über den Buchantiquaren Jaime Romagosa wird am Berner Filmpreis Festival gezeigt. SRF

Der Buchantiquar am Hirschengraben hat durch Pascal Merciers Roman «Nachtzug nach Lissabon» literarische Unsterblichkeit erreicht. In einer Schlüsselszene gibt der Antiquar der Hauptfigur ein Buch mit, das dessen Leben verändert. Im echten Leben schloss Jaime Romagosa im hohen Alter seinen Laden – und musste sich zwangsläufig von seinen geliebten Büchern trennen.

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Berner Filmpreis Festival

«Der Antiquar am Hirschengraben» wird im Rahmen des Berner Filmpreis Festival gezeigt. Das Amt für Kultur des Kantons Bern verleiht jedes Jahr einen Filmpreis und zeigt die besten Berner Produktionen in einer Filmreihe.

Filmerin Leila Kühni begleitete ihn bei dieser manchmal schweren Arbeit. Und so findet folgendes Zitat seinen Weg in den Kurzfilm: «Kein Buch ist so schlecht, dass nichts drin ist, was noch von Wert ist.» Trotzdem muss sich Jaime Romagosa von vielen Büchern verabschieden, sie zerreissen und wegwerfen.

«Das Abschied nehmen, das sich verabschieden vom Leben, ist ein wichtiges Thema», sagt Leila Kühni zur Wahl des Sujets für ihren Film. Und manchmal geht das Abschied nehmen lang. Ganze vier Jahre hat sie am «Antiquar am Hirschengraben» gearbeitet – und Jaime Romagosa dabei begleitet, wie er seinen Büchern Lebewohl sagt.