Menschen des Jahres Die drei «Könige» von Freiburg

Jean-François Steiert ist SP Staatsrat, Thierry Steiert ist SP Stadtpräsident und Laurent Steiert ist stellvertretender Leiter Film beim Bundesamt für Kultur. Die Brüder wohnen in Freiburg, ein paar hundert Meter voneinander entfernt. Alle sind perfekt zweisprachig. Und doch sind sie verschieden.

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Bildlegende: Die drei Steiert Brüder wohnen wenige hundert Meter voneinander entfernt. Patrick Mülhauser SRF

Der Älteste: Jean-François

Der 55-jährige Jean-François Steiert war Nationalrat und nun Staatsrat. Er ist der zielstrebigste der drei Brüder. «Man muss ein klares Ziel vor Augen haben.» Er setzte sich für einen Zivildienst ein, als es diesen noch nicht gab. Erst später trat der SP bei. Mit seinem Bruder Thierry politisiert er nur kurz im Generalrat der Stadt. Jean-François Steiert spielt Klarinette. «Ich werde mir auch Zeit nehmen für einen Alphornkurs.»

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Der Mittlere: Thierry

Der 52-jährige Thierry Steiert strebte vorerst eine juristische Karriere an. Heute ist er Stadtpräsident. «Das hat sich so ergeben.» Er gilt als der wildeste der drei Steiert Brüder – zumindest in jungen Jahren. Da habe er vieles ausprobiert, zum Beispiel Cannabis. Thierry Steiert spricht meist Französisch mit seinen Brüdern, das sei auch die Arbeitssprache. Deutsch und Französisch wechseln sich aber manchmal innerhalb eines Gesprächs ab.

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Der Jüngste: Laurent

Der 45-jährige Laurent Steiert arbeitet als stellvertretender Leiter Film beim Bundesamt für Kultur. In seiner Freizeit kocht er für Bands, beispielsweise im Konzertlokal Fri-Son. Für seine Brüder kocht er hingegen fast nie. «Die gehen ja auch nicht als Musiker auf die Bühne», so Laurent. Als jüngster Spross musste er als Kind für Experimente seiner Brüder hinhalten. Er habe es ohne Schaden überstanden. Trotzdem ist er da für seine Brüder, wenn sie ihn brauchen.

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(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30/6:32 Uhr)