Die Idee vom feinstaubfreien Saas Fee ist gescheitert

Saas Fee wollte vor vier Jahren zum ersten feinstaubfreien Ferienort werden: Alle Kamine von Holzfeuerungen sollten mit einem Feinstaubfilter ausgerüstet werden. Davon ist man weit entfernt.

Dorfansicht von Saas Fee. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Gemeinde Saas Fee hat ihr Ziel klar verfehlt. SRF

Die Gemeindeverwaltung Saas Fee wollte ihr Vorhaben mit einer speziellen Aktion ankurbeln: Wer seine Holzheizung mit einem Filter ausrüsten liess, bezahlte dafür nur 1'000 statt 3'000 Franken.

«Unser Ziel war es, nicht nur autofreier, sondern auch feinstaubfreier Ferienort zu werden», erinnert sich Gemeindeschreiber Bernd Kalbermatten. Vier Jahre später sind erst 90 von 200 Kaminen im Walliser Ferienort mit einem solchen Filter ausgerüstet.

Nur wenige dabei

Viele Hotel- und Wohnungsbesitzer hätten auf das Angebot nicht einmal geantwortet, sagt Bernd Kalbermatten.

So sieht der spezielle Filter aus, der in 90 Kaminen in Saas Fee eingebaut worden ist. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: So sieht der spezielle Filter aus, der in 90 Kaminen in Saas Fee eingebaut worden ist. SRF

Viele begründen ihren Verzicht offenbar damit, dass ein Filter nicht viel bringe. Es nütze wenig, wenn ein Dorf zuhinterst in einem Tal so eine Aktion starte, wenn rundum weiterhin ohne Filter Holz verbrannt werde.

Laut Bernd Kalbermatten zieht die Gemeinde die Aktion trotzdem weiter. Denn mit dem bisher erreichten Resultat kann die Gemeinde den Titel «erster feinstaubfreier Ferienort» nicht tragen.