Die Operetten-Fledermäuse vom Burgäschisee trotzen dem Wetter

Die berühmte Strauss-Operette «Die Fledermaus» hat Première auf der Freiluftbühne am Burgäschisee. Das Ensemble macht sich wettermässig auf alles gefasst. Kälte und Regen haben ja schon die Proben begleitet.

Melanie Gehrig und Reimar Walthert. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wetterfeste Fledermäuse auf der Bühne Burgäschi: Regisseurin Melanie Gehrig und der musikalische Leiter Reimar Walthert. SRF

Die «Fledermaus» mit Musik von Johann Strauss' Sohn ist die dritte Freilicht-Operette, die die Bühne Burgäschi inszeniert. Allerdings stellte das Wetter im «Frühjahr» 2013 das Ensemble aus routinierten Laien und Profis auf eine harte Probe.

Praktisch während der ganzen Vorbereitung herrschten am kleinen Burgäschisee an der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Solothurn schlechtes Wetter und Temperaturen unter 10 Grad. «Wir haben uns auf alle Möglichkeiten eingerichtet. Und improvisieren mit grossen Regenschirmen, dort wo es geht», sagt Regisseurin Melanie Gehrig.

«Die Fledermaus eignet sich vorzüglich für unsere Bühne. Es ist nämlich nicht seichte Unterhaltung, sondern bitterböse Satire. Und die haben wir herausgearbeitet», verspricht Reimar Walthert, der musikalische Leiter im Gespräch mit Radio SRF. Und zum lausigen Wetter sagt er, es habe «das Team zusammengeschweisst».

Spannungsbogen auf aufwendiger Kulisse

So hat Regisseurin Melanie Gehrig die drei Akte der populären Operette von 1874 zu einem fortwährenden Spannungsbogen umgebaut - die Handlung, wie üblich mit allen Zutaten der Verwechslung, der Intrige, der List, der Lust und der Lüge, springt auf der Bühne in der richtigen zeitlichen Abfolge von Episode zu Episode. Die Bühne ist für diesen Ablauf in Zusammenarbeit mit den Lehrwerkstätten Bern grosszügig und aufwändig gebaut.