Die Walliser Staatsrechnung 2015 ist im Lot

«Wir haben die Kosten wieder im Griff. Die Rechnung stimmt.» So die Kernbotschaft des Walliser Finanzministers Maurice Tornay. Tatsächlich weist die Staatsrechnung 2015 einen Ertragsüberschuss von 95,7 Millionen Franken auf. Dennoch ist die Rechnung nur ausgeglichen.

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Bildlegende: Der Walliser Finanzminister Maurice Tornay ist zufrieden mit der Staatsrechnung 2015. SILVIA GRABER / SRF

Der Ertragsüberschuss sei auf zwei Hauptgründe zurückzuführen, sagt Finanzminister Maurice Tornay: «Zum einen erhielt der Kanton Wallis von der Schweizerischen Nationalbank einen Betrag von 53,5 Millionen Franken als Gewinnausschüttung. Zum anderen fielen die Steuereinnahmen deutlich höher aus als budgetiert. So flossen letztes Jahr 47,7 Millionen Franken mehr in die Staatskasse als erwartet.»

«  Wir haben die Kosten im Griff. Die Rechnung 2015 stimmt. »

Maurice Tornay
Finanzminister Kanton Wallis

Mit dem Ertragsüberschuss von 95,7 Millionen Franken kann der Kanton Wallis einen Grossteil der Finanzierungsfehlbeträge aus den Jahren 2013 und 2014 amortisieren.

Dem Kanton Wallis bleiben aber immer noch 42 Millionen Franken aus den Defiziten von 2013 und 2014. Maurice Tornay will diesen Betrag in der Rechnung 2016 amortisieren. «Der Kanton Wallis kann nächstes Jahr mit einer Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank in der Höhe von 27 Millionen Franken rechnen. Dieses Geld haben wir nicht budgetiert. So sollten wir die restlichen Finanzierungsfehlbeträge tilgen können.»

Hohes Investitionsvolumen

Der Kanton Wallis machte im vergangenen Jahr Brutto-Investitionen in der Höhe von 507 Millionen Franken. Das Investitionsvolumen ist damit höher als der Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Ende 2015 beträgt die Nettoverschuldung des Kantons Wallis 1,1 Milliarden Franken. Die Pro-Kopfverschuldung ging um rund 500 Franken zurück und liegt jetzt bei 3446 Franken.