«Eidgenössisches» soll Schwingen bei Romands salonfähig machen

Das eidgenössische Schwing- und Älplerfest Ende August im freiburgischen Estavayer-le-Lac wird rund 250'000 Zuschauer anziehen. Vor allem Deutschschweizer. Das Fest soll Schwingen auch in der Romandie populärer machen.

Schwingen hat eine grosse Tradition in der Deutschschweiz. In der Westschweiz hingegen können sich nur wenige für diesen Sport begeistern. Das wird sich mit dem eidgenössischen Schwing- und Älplerfest Ende August im freiburgischen Estavayer-le-Lac ändern, sagt Karine Allemann, Sportchefin der Zeitung «La Gruyère». Auch die welschen Medien werden ausführlich berichten. «Selbst jene, die mit Schwingen nichts am Hut haben, werden sich interessieren.» Das glaubt auch Fabien Grenan von der waadtländer Zeitung «24 heures». Schwingen werde in der Westschweiz Schlagzeile machen. «Schon heute verzeichnet der Schwingklub Estavayer einen Zulauf an Mitgliedern.»

«  Alle Duzen sich. Das ist für Romands ungewohnt. »

Romain Glassey
Fernsehjournalist RTS

Die Medien spielen eine wichtige Rolle für die Bekanntheit eines Sportes. Das Westschweizer Fernsehen RTS hat das Schwingen bisher stiefmütterlich behandelt. «Wir müssen den Zuschauern alles rund um dieses Fest erklären», sagt der Fernsehjournalist Romain Glassey. Es gelte auch, Vorurteile abzubauen. Die Schwingszene sei offen. «Alle Duzen sich. Das ist für Romands ungewohnt.» Nur 27 der 280 Schwinger am Eidgenössischen sind aus der Westschweiz. Auch das hilft nicht gerade für die Popularität dieses Sportes.