Es steht nicht gut um den Berner Wald

Umweltfaktoren schwächen die Bäume und es wird immer noch zu wenig Holz geschlagen. Das zeigt der zweite Nachhaltigkeitsbericht des kantonalen Amts für Wald.

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Bildlegende: Der Wald im Kanton Bern ist zu alt. SRF

Der kantonale Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher sagte am Dienstag bei der Vorstellung des Berichts vor den Medien in Bern, der Vorrat an Holz in den Berner Wäldern habe in den letzten Jahren leicht abgenommen. Entsprechende Anstrengungen des Kantons seien erfolgreich. Dennoch gebe es noch zu viel Holz.

Besonders in den Schutzwäldern sei es nötig, die Bestände zu verjüngen. In diesen Wäldern seien die Bäume oft gleich alt. Der Kanton Bern appelliert an die Waldbesitzer. Sie sollen den Wald mehr nutzen und mehr Holz schlagen.

Doch die Holzpreise sind im Keller. «Das demotiviert die Waldbesitzer», ist sich Andreas Rickenbacher bewusst. Der Kanton weibelt deshalb dafür, dass sich die Waldbesitzer zusammenschliessen. Im östlichen Berner Oberland hat man das bereits getan. 12 öffentliche Waldbesitzer haben sich zur BEO Wald & Holz zusammengeschlossen. «Dank der neuen Grösse haben wir mehr Macht auf dem Markt», sagt Geschäftsführer Lukas Hug.

Bei den Berner Waldbesitzern kommt die Offensive des Kantons gut an. «In solchen Zusammenschlüssen können die Waldbesitzer der Industrie bessere Preise anbieten», sagt Stefan Flückiger, Geschäftsführer des Verbandes der Berner Waldbesitzer, im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Laut Flückiger haben verschiedene Waldbesitzer mit solchen Modellen schon gute Erfahrungen gemacht.